13. September 2012

FC Bayern – 1. FSV Mainz 05, Spielvorbereitung


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Selbst an einem verregneten Mittwochnachmittag stürmen die Bayernfans das Trainingsgelände. Hunderte Anhänger begrüßten die Nationalspieler bei regenverhangenem Wetter wieder zurück an der Säbener Straße. Entwarnung konnte der FCB auch bezüglich Arjen Robben vermelden, dessen Leistenverletzung nicht so schlimm wie befürchtet ausfällt. Außer Claudio Pizarro, der sich noch auf der Rückreise aus Peru befand, konnte Jupp Heynckes so auf einen fast vollständigen Kader zurückgreifen.

Die Nationalspieler allerdings, die am Vorabend noch spielten, standen lediglich regenerative Elemente auf dem Programm. Nach einigen Runden im aeroben Bereich um den Trainingsplatz ging es für diese Trainingsgruppe zurück ins Leistungszentrum.

Für die restlichen Akteure, die mit einigen Nachwuchsspielern ergänzt wurden, ging es in den regulären Trainingsbetrieb, aus dem heute schwerpunktmäßig das Aufwärmverhalten gezeigt werden soll. Die standardisierte Laufschule der Feldspieler lief nach folgendem Schema ab. Über eine Distanz von 20 Metern sollten die Spieler immer eine gewisse Aufgabe aus dem Lauf-ABC ausführen, um anschließend zum Startpunkt zurück zu traben.

Erste Runde normaler Lauf, dann seitliche Hopserläufe, mit Armkreisen vorwärts, Armkreisen rückwärts, kleine Schritte, Skippings seitlich, Überkreuzläufe, Einbeinsprünge vorwärts und seitlich mit einer gehaltenen Position bei der Landung, rückwärts und vorwärts versetzte Läufe, am Boden liegende Hütchen berühren, Ausfallschritt vorwärts und seitlich, Hopserlauf mit Übergang zum Sprint und abschließend Sprint im Rückwärtslauf.

Torwarttraining mit Toni Tapalovic

Nach diesem Programm, welches etwa zehn Minuten einnahm, ging es in einen kurzen Dehnkreis, wo mit Elementen der Schwunggymnastik ein aktives, kurzes Dehnverhalten praktiziert wurde. Währenddessen machten sich die beiden Keeper mit Torwarttrainer Toni Tapalovic gesondert warm. Als Grundform waren immer laterale Bewegungen über kleine Hütchen dabei, die anschließend an den Endpunkten um Aufgaben ergänzt wurden. Im ersten Durchgang sollte am Ende der zugeworfene Ball volley zurück gespielt werden, in der zweiten Variante per Dop-Kick und im letzten Durchgang mit Parade










Alle Übungsformen wurden stets auf beide Seiten durchgeführt.

Pass- und Positionsspiel 1

Nach dem kurzen Dehnen ging es für die Feldspieler weiter zur Ballgewöhnung im Pass- und Positionsspiel. In der ersten Variante


sollten die Akteure folgende diagonal orientierte Kombinationsfolge einhalten (in der Abbildung von unten nach oben). A spielt auf B, der mit der Ballannahme aufdreht und weiterleitet auf C. Der im Bild in grauer Farbe dargestellte C lässt auf den nachrückenden B klatschen, der das Leder wiederum steil auf D weiterleitet. D löst sich mit der Ballannahme nach Außen vom Hütchen und gibt die Kugel mit dem zweiten Kontakt auf E weiter. E löst sich nach Auftaktbewegung ebenfalls, lässt den Ball prallen und wird per Steilpass und Antritt vom nachrückenden D in die Tiefe geschickt.

Hermann legte hierbei insbesondere Wert auf Passschärfe und Präzision und gab als zusätzliche Anweisung mit höchstens zwei schnell aufeinanderfolgenden Kontakten zu agieren. Spieler C agierte stationär und wurde nicht ausgewechselt, alle anderen liefen immer auf die nächstfolgende Position im Passschema nach. Ebenso wurde im gesamten Übungsablauf nach jeder Aktion die initiierende Seite gewechselt, so dass im näcshten Durchgang bei A der andere Spieler begann.

Pass- und Positionsspiel 2

In der zweiten Variante wurde B überspielt mit einem direkten Pass von A in die Tiefe zu C. Anzumerken ist hier, dass Hermann viel Wert darauf legte, dass B den Passweg durch eine offene Seitwärtsbewegung freizog, um danach erneut spritzig in den von C zurückgelegten Ball zu starten. Denn C wurde erneut mit einem Druckpass auf D überspielt, der sich dieses Mal auf die innere Seite des Hütchens lösen sollte, um per Doppelpass mit C erneut auf Außen zu gelangen. Die Auftaktbewegung von E führte nun entgegengesetzt zuerst zum Ball, um nach anschließendem Antritt in die Gasse den Steilpass von D zu erhalten. Spieler C agierte nun nicht mehr stationär, sondern wurde stets vom nachrückenden B wieder aufgefüllt.


Pass- und Positionsspiel 3

In einer dritten Änderung wies Hermann seine Mannen an B erneut aufdrehen zu lassen und dieser sollte C wiederum auf D überspielen. D ließ das Leder auf C prallen, der die Kugel sofort auf Außen (E) weiterleitete. E spielte nun den aus Variante 1 bekannten Doppelpass mit klatschen lassen und steil gehen mit D und kam so wieder zum Anfang A zurück.


Von Dominik Langenegger

30. August 2012

FC Bayern Training nach der Verpflichtung von Javier Martinez


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Sommerferien, bezauberndes Wetter und öffentliches Trainer der Bayern-Profis – an der Säbener Straße herrschte am Mittwochmorgen wieder reger Hochbetrieb mit tausenden Fans des FC Bayern München. Ob vor Trainingsbeginn erneut Gesprächsbedarf bestand, beispielsweise über die Verpflichtung von Javier Martinez, der in der Nacht zuvor beim Medizincheck in München gesichtet wurde, oder sonstige Aufgaben anstanden, wird wohl nicht mehr geklärt werden können.

Allerdings stand wohl irgendetwas einem pünktlichen Trainingsbeginn im Wege, denn erst mit deutlicher Verspätung zeigten sich die Profis des Rekordmeisters den zahlreichen Anhängern.

Nachdem am Vortag mit Franck Ribéry, Daniel van Buyten und Rafinha drei Verletzte wieder ins Teamtraining eingestiegen waren, konnte das Trainergespann um Jupp Heynckes, Peter Hermann und Hermann Gerland nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Bewegungserfahrungen mit Zugwiderständen

Das Aufwärmprogramm bestand dieses Mal aus Bewegungserfahrungen, die die Profis mit Zugwiderständen sammeln sollten. Hierzu bildeten immer zwei Akteure ein Team. Der Hintere hielt den Zugwiderstandsgurt fest, während der Vordere diesen Gurt an der Hüfte anlegte und gegen den elastischen Widerstand diverse Bewegungsmuster ausführen sollte: Zuerst beidbeinige Vorwärtssprünge aus der neutralen Position.

Anschließend standen beidbeinige Sprünge aus der tiefen Kniebeuge auf dem Programm, wobei der Trainerstab hierbei insbesondere auf Armhub und eine stabile und abfedernde Landung wertlegten. Hierzu sollten die Profis die Landeposition auch für einige Sekunden halten, um die Kräfte sinnvoll zu absorbieren und eine Betonung der sensomotorischen Gleichgewichtsfähigkeit zu schulen.

Danach ging es über in Hopserläufe mit Widerstand und abschließend zu kurzen Sprints aus einer tiefen Startposition über wenige Meter. Die Partner wechselten hierbei nach jedem Durchgang selbstständig, so dass immer eine lohnende Pause im Trainingsbetrieb entstand.

Passfolgen mit Positionsänderungen




Nach dem Aufwärmprogramm startete Hermann mit einer leicht zugänglichen Passübung, die auch Positionsspiel und den Torabschluss beinhaltete. Grundform: A spielt einen Pass auf B, der sich seitlich von seinem Hütchengegner löst und die Kugel anschließend direkt auf C weiterleitet. Jeder läuft seinem gespielten Ball auf die nächste Position nach. Dieser Anfang der Grundform wurde in allen Varianten beibehalten, während die folgenden Anschlussaktionen eine Änderung erfuhren. In der ersten Möglichkeit spielen C und B anschließend einen Doppelpass, so dass C wieder mit Ball zurück zum Startpunkt A läuft

Diagonalpässe mit Torabschluss





In der zweiten Variante löst sich auch C seitlich vom Hütchen, bekommt den diagonalen Druckpass genau in den Fuß und schließt sofort auf das Tor ab. In der dritten Änderung kommt der letzte Pass nicht mehr seitlich, sondern in die Schnittstelle der beiden Hindernisse.

Trainingsspiel, 11 gegen 11

Anschließend ging es direkt in ein Trainingsspiel der Bayernprofis über. Für einige Beobachter überraschend zeigte sich Bastian Schweinsteiger in der B-Elf, während Holger Badstuber Linksverteidiger spielte.




In einer spannenden Partie dominierte die A-Truppe. Auffällig war vor allem die betonte, fast schon gezwungene Kreativität des offensiven Quartetts, so dass immer wieder Rochaden von Müller, Robben und Ribéry zu beobachten waren. Diese wirkten allerdings noch etwas zu statisch und bereits vordefiniert und waren daher selten von Erfolg gekrönt.

Die gesamte Aufstellung der ersten Elf: Manuel Neuer – Philipp Lahm, Jerome Boateng, Dante, Holger Badstuber – Luiz Gustavo, Toni Kroos – Franck Ribéry, Thomas Müller, Arjien Robben – Mario Mandzukic

Von Dominik Langenegger

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3. August 2012

FC Bayern München Trainingsauftakt 2012/2013, Spiel gegen 1.FC Kaiserslautern


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Donnerstagmittag an einem glühend heißen Sommertag in München – die Bayern strahlen mit der Sonne um die Wette. Nach dem knappen 3:2-Erfolg am Vorabend im Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, dem insgesamt siebten Sieg in der achten Vorbereitungspartie, herrschte beim Rekordmeister an der Säbener Straße eitel Sonnenschein.

Nach dem Test am Vortag wurden die Stammspieler, bzw. die Akteure mit annähernd 90 Minuten Spielzeit, wie bekannt geschont und drehten einige Runden um den Platz beziehungsweise absolvierten im Leistungszentrum individuelle Rehamaßnahmen. Arjen Robben zeigte sich hierbei den Fans auf dem Nebenplatz mit Lauftraining, während sich Philipp Lahm, Thomas Müller, Xherdan Shaqiri, Daniel van Buyten, Luiz Gustavo und Toni Kroos vorwiegend im Gebäude aufhielten.

Währenddessen zeigte sich die „Zweite Garde“ der Bayern mit zehn Feldspielern und drei Torhütern den unzähligen wartenden Fans an der Säbener Straße. Manuel Neuer, Lukas Räderer und Tom Starke arbeiteten mit Torwarttrainer Toni Tapalovic, während Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez, Holger Badstuber, Jerome Boateng, Claudio Pizarro, Dante, Anatoliy Tymoschchuk, Mario Mandzukic, Emre Can und Mitchell Weiser der von Co-Trainer Peter Hermann durchgeführten Feldspieler-Einheit beiwohnten.

Der traditionelle Aufbau mit Laufschule zu Beginn läutete die Trainingseinheit ein. Einen Schwerpunkt setzte das Trainergespann hierbei auf die Kniehubphase der Laufbewegung, denn bei fast allen Übungen wurden die Profs dazu angehalten, rhythmisiert am höchsten Punkt der Kniebewegung kurz innezuhalten (wenn sich der Oberschenkel etwa parallel zum Rasen befindet). Daraufhin fanden sich die Spieler zu den bekannten Passschemata ein

Zuerst sollte der Innenspieler direkt aufdrehen, in die Tiefe spielen und den Außen per Doppelpass wieder zum Anspieler zurück senden




Nachdem jeder Akteur seinem Pass nachläuft, wurde ein einfacher Kreisbetrieb eingeläutet. In der ersten Variation wurde statt der Aufdrehbewegung des Innenspielers ein Wandspieler gefordert, der die Kugel einfach auf den nachrückenden Anspieler klatschen ließ




Die zweite Variante wurde schlichtweg mit zwei Kontakten gespielt, während die letzte Abänderung mit einem dem Anspieler entgegenstartenden Innenspieler, der den Pass durchlässt, gezeigt wurde




Anschließend ging es direkt in die oft gezeigte Spielform „4vs4plus2“, wobei zwei Teams mit je vier Akteuren gegeneinander auf Ballhalten spielten und dabei die zwei freien Anspieler für den Kombinationsfluss mit einbauen sollten. Wenn eine Mannschaft einen Ballverlust verschuldete, übernahm diese den defensiven, balljagenden Part.




Nach fünfminütiger Belastungsserie wurde je eine kleine Trinkpause zwischen den insgesamt vier Durchgängen angesetzt.

Abschließend führte Hermann zu einer Torschussübung, bei der die Torhüter wieder integriert wurden und die vielen Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen




Von Dominik Langenegger

31. Juli 2012

FC Bayern München Trainingsauftakt 2012/2013 – Aus China zurück!


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Die Bayern sind zurück! Nach dem Aufenthalt in China wollten mehrere hundert Fans ihre Idole zurück an der Säbener Straße empfangen.

Erst mit deutlicher Verspätung von 45 Minuten ging es jedoch bei schwülen, drückenden 30 Grad am Samstagvormittag in München los, weswegen hier noch kurz auf die parallel trainierenden A- und B-Junioren eingegangen werden soll. Das Trainerteam um Sebastian Dremmler und Uwe Gospodarek bot den vielen interessierten Zuschauern ein spannendes Trainingsspiel, im dem im Format „Neun gegen Neun“ über 30 Minuten die Pflicht ausgespielt wurde, im Anschluss die Trainingsmaterialien aufzuräumen







Bei den Profis stiegen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger erstmals in dieser Saison ins Teamtraining mit ein und konnten die komplette Einheit problemlos absolvieren. Nur die Verletzten David Alaba (Ermüdungsbruch im linken Fuß) und Rafinha (Bänderriss) waren am Samstag nicht mit von der Partie.
Nach der gewohnten Laufschule im Aufwärmprogramm ging Co-Trainer Peter Hermann in Pass- und Positionsspielübungen über




In der ersten Variante sollten alle Druckpässe direkt gespielt werden, der Innenspieler dreht mit der Ballannahme direkt auf. In der zweiten Durchführung dreht der Innenspieler nicht auf, sonder lässt die Kugel auf den Anspieler klatschen. Sonst blieben alle Vorgaben gleich. In der dritten Abänderung sollte der Anspieler anschließend nicht direkt spielen, sondern mit zwei Kontakten agieren. Die letzte Variante sehen Sie hier wiederum im Video




Anschließend gingen die Profis nahtlos zu Spielformen mit unterschiedlichen Zielsetzungen über. So mussten verschiedene Aufgaben erfüllt (beispielweise Pässe in Folge) und Ziele getroffen werden (beispielsweise kleine und große Tore). Während die Torhüter sich mit Torwarttrainer Toni Tapalovic also gesondert aufwärmen, absolvierten die Feldspieler diverse Wettspiele, bevor es mit den Keepern in die Abschlusspartie ging.

Die im Video aufgezeigte Variante zeigt die Aufgabenstellung „ununterbrochen zehn Pässe innerhalb eines Teams zu spielen“ und die Ziele „Große Tore“. Das bedeutet, dass die Profis nach zehn erfolgreichen Zuspielen auf eines der beiden Tore angreifen durften und einen Treffer erzielen sollten




Einige Akteure absolvierten nach den 90 Minuten schließlich noch eine Extraschicht: Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi arbeitete mit Schweinsteiger an kräftigenden Koordinationsübungen. Die zuletzt angeschlagenen Lahm, Mario Gomez, Claudio Pizarro und Diego Contento drehten etwa 20 Minuten lang mit Fitnesstrainer Andreas Kornmayer Runden um das Trainingsgelände der Bayern. Mitchell Weiser und Emre Can arbeiteten mit Co-Trainer Hermann Gerland am Kopfballpendel.

Von Dominik Langenegger

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13. Juli 2012

FC Bayern München Trainingsauftakt 2012/2013 KW 28


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Auch am Donnerstagmorgen um 10:00 Uhr kamen wieder so viele Fans zum Training des FC Bayern München, dass kurzzeitig überlegt wurde, ob der Platz abgeriegelt werden soll – und das, obwohl in Bayern die Schule noch läuft und die Sommerferien erst am 1. August starten.

Doch die Profis ließen sich auch von den zahlreichen Anhängern nicht in ihrer Konzentration stören. Wie bereits gewohnt beobachtete Matthias Sammer aufmerksam das Geschehen auf dem Rasen und sah nach den allgemeinen Aufwärmübungen eine interessante Einheit.

Training der Passgenauigkeit

Zu Beginn arbeitete Co-Trainer Peter Hermann, der wie bekannt die Federführung in der Trainingsgestaltung und –einweisung übernahm, mit vierköpfigen Gruppen, die in einer etwa 3x7m großen Gasse vorgegebene Passschemata einübten. An den beiden Kopfenden der Gasse wurde jeweils ein Profi platziert, während die anderen zwei in der Feldmitte standen. In der Grundform spielt ein an der Grundlinie postierter Startakteur einen Druckpass auf den ihm näher postierten Innenspieler, der sich mit einer Auftaktbewegung löst und die Kugel prallen lässt. Der nächste Ball geht dann direkt auf den zweiten Innenspieler, der in einer Tiefenstaffelung deutlich höher postiert ist und das Leder auf den zweiten Innenspieler tropfen lässt. Dieser passt anschließend auf den letzten Spieler der Reihe, der sich an der anderen Grundlinie anbietet




Daraufhin startet direkt dasselbe Schema von diesem neuen Startakteur. In der ersten Variation wurde der vordere Innenspieler einfach überspielt und die Kugel direkt auf den höher postierten Partner gepasst, der restliche Ablauf blieb gleich. In der zweiten Anpassung




wird der zweite, also der höher stehende Innenspieler ausgelassen, damit legt Hermann großen Wert auf flaches Vertikalspiel. Zu guter Letzt wurde noch eine Mischform eingeführt




bei der fast immer dem gespielten Pass nachgegangen werden muss und der Startakteur in den Innenraum nachläuft.

Spiel auf Stangentore

Als nächstes sollten die einstudierten Passübungen eine spielerische Umsetzung finden. Daher bildete Hermann zwei Teams mit einem „Freien Mann“, der von beiden Mannschaften angespielt werden kann. Die Spielform auf Ballbesitz sollte präzise Passkombinationen, Konzentrationsfähigkeit und Handlungsschnelligkeit schulen, da auf dem gesamten Spielfeld von ca. 25x25m 15 Akteure ihren Platz finden mussten und diverse Stangentore postiert wurden, deren erfolgreiches Durchspielen zu einem Mitstreiter mit einen Punkt honoriert wurde





Hier wurden drei Sätze mit jeweils etwa fünfminütiger Belastungszeit gefahren und einer lohnenden Pause zwischen den Durchgängen, die eine sehr intensive Beanspruchung boten.

Individualtraining für die Nachwuchsspieler

Zum Abschlussspiel wurden die beiden Keeper wieder mit hinzugezogen und es entwickelte sich ein lebhaftes Duell zwischen beiden Teams. Co-Trainer Hermann Gerland schnappte sich währenddessen einen der mittrainierenden Nachwuchsspieler aus den Reihen und absolvierte einige kleinere Individualschulungen mit ihm. Der Schwerpunkt lag hierbei auf einer sauberen Ballmitnahme und darauffolgender präziser Anschlussaktion




Die im Video nachzuvollziehende Bewegung ließ Gerland aus allen möglichen Winkeln und mit beiden Beinen einüben und forderte immer wieder höchstes Tempo.

Von Dominik Langenegger

6. Juli 2012

Trainingsauftakt FC Bayern München 2012/2013


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Neue Saison – neue Gesichter. Ob die neuen Gesichter jedoch auch den Erfolg zurück an die Säbener Straße bringen, wird sich zeigen. Nachdem der FC Bayern München bereits am Dienstag (3.7.) die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit 2012/13 begonnen hat, durften die etwa 200 Fans auch am Mittwoch die neuen Spieler und die arrivierten Kräfte, die nicht bei der EM vertreten waren, bestaunen.

Laktattest und Herzfrequenz-Analyse

Bereits am Vormittag startete der Trainingstag für die Bayern, für die Profis ging es zur Fakultät für Sport und Gesundheitswissenschaft der Technischen Universität München am Olympiagelände. Es standen Untersuchungen der Laktat- und Herzfrequenzwerte an. In je fünfminütigen Läufen wurden die 400m-Bahn beackert, wobei nach jeder Runde Blutentnahmen erfolgten, um den Laktatwert zu bestimmen. Die erste Runde startete mit einem lockeren Tempo von 8 km/h, mit Steigerungen bis in die letzten Runden mit 18 km/h.

Training des Passspiels

Am Nachmittag mussten die Profis dann auf dem Trainingsplatz schwitzen. Die einleitenden Passformen sahen so aus, dass sich die Spieler in zwei Gruppen im Abstand von 10m gegenüberstellten. Traditionell wurde an diversen Varianten gearbeitet, also beispielsweise immer direkt zum gegenüberliegenden Partner spielen und dem Pass hinterherlaufen, so dass man bei der anderen Gruppe hinten ansteht. Als Alternative sollten die Spieler den Ball prallen lassen oder einen Doppelpass spielen usw.

Anschließend ging es in einen auffallend langen Dehnkreis, der vermutlich auch der Belastung vom Vormittag geschuldet war. Co-Trainer Peter Hermann führte seine Mannen dann in ein Spiel auf Ballhalten, bei dem auf einem 20x20m großem Feld vier gegen vier gespielt wurde. Die restlichen vier Spieler postierten sich außen und konnten per Direktspiel in die Kombinationen mit einbezogen werden.

Nach dreiminütiger Belastungszeit wurden die Aufgaben gewechselt, so dass die Innenspieler nun außen postiert wurden. Dies führte das Trainerteam zweimal durch, wobei beim zweiten Durchgang der ständige Wechsel als Variation eingeführt wurde, d.h. der Außenspieler, der den Ball wieder ins Spielgeschehen passt, muss sofort nachrücken, während ein Innenspieler den freigewordenen Platz übernimmt.

Tom Starke beim Torwarttraining

Die beiden Torhüter Tom Starke und Lukas Raeder absolvierten derweil mit Trainer Toni Tapalovic ein individuelles Programm und arbeiteten viel an Hereingaben von den Flügelpositionen. Tapalovic gab hierbei eine Flanke in den Strafraum, ein Keeper agierte als Offensivakteur und einer als Torhüter. Bei jeder Hereingabe wechselte sich das Duo ab.

Abschlussspiel auf doppelten Sechzehner



Anschließend ging es für die Feldspieler in derselben Konstellation ans Abschlussspiel auf den doppelten Sechzehner, wofür die Keeper schließlich herangezogen wurden. Demnach stand weiterhin vier gegen vier mit jeweils vier Außenspielern auf dem Programm, nur das diesmal der Torabschluss als Zielvorgabe stand. Die Außen wurden in der offensiven Hälfte postiert, klassisch neben den Toren und auf den Flügeln.

Dadurch wird der Pass in die Tiefe provoziert und ein Herausrücken der Defensivtruppe erreicht, die diesen Gassenpass so schnell wie möglich vereiteln muss, da sonst in der eigenen Hälfte vier gegen acht gespielt wird. Als zusätzliche Vorgaben führte Hermann ein, dass die Außen nicht zueinander spielen und nicht in das Spielfeld einrücken durften. Sobald ein Team einen Torerfolg verbuchen konnte, blieb es in Ballbesitz.

Somit verbrachten die Bayern auch den zweiten Trainingstag der neuen Saison erfolgreich. Von den neuen Gesichtern fiel eigentlich lediglich Xherdan Shaqiri groß auf – mit zwei Torschüssen über den Hinter-Torzaun, der mit einer geschätzten Höhe von 10m nicht so einfach zu überwinden ist.

Von Dominik Langenegger

20. April 2012

Real Madrid – FC Bayern, Spielvorbereitung – Training


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Etwa 500 Zuschauer säumten am Mittwochmittag das Trainingsgelände des FC Bayern München. Trotz niedriger Temperaturen und der Uhrzeit wollten viele Fans ihre Idole an der Säbener Straße sehen und Respekt für die Leistung des Vorabends zeigen, als der Rekordmeister in der Champions-League Real Madrid im Halbfinale mit 2:1 bezwang.

Wie gewohnt teilte das Trainergespann um Jupp Heynckes die Profis in zwei Gruppen. Die Akteure, die gegen Real länger als eine Hälfte auf dem Platz standen, blieben im Leistungszentrum, arbeiteten im regenerativen Bereich und ließen sich von der medizinischen Abteilung der Münchener pflegen. Die restlichen Bayern Thomas Müller, Rafinha, Anatoliy Tymoshchuk, Ivica Olic, Daniel Pranjic, Nils Petersen, Takashi Usami, Diego Contento, Manuel Neuer und Jörg Butt hingegen bestritten die Einheit auf dem Hauptplatz.

Nach Laufschule und den bekannten, einleitenden Passformen ging es mit einem kleinen „4vs4plus2“ los, bei dem auf sehr engem Raum (ca. 15x15m) zwei Teams á vier Mann gegeneinander auf Ballhalten spielen. Unterstützt wird die ballbesitzende Truppe jeweils von zwei freien Mitspielern, so dass ein konstantes sechs gegen vier entsteht. Die Posten der beiden „Freien“ übernahmen Neuer und Butt. Die Belastung staffelte Co-Trainer Peter Hermann in drei Sätze á vier Minuten und legte daher Wert auf hohe Intensität – aufgrund der Positionenwechsel bei Ballverlust arbeiteten die Bayern hierbei wohl im anaeroben Bereich. Durch die geforderte Intensität und der Raumenge wurden bei ungenügender Ballzirkulation immer wieder Zweikämpfe forciert – nach einem Tritt auf das Sprunggelenk lies sich Contento beispielsweise kurzzeitig behandeln.




Gleich darauf ging Hermann über zu einem kleinen Torabschluss, bei dem zwei Reihen ca. 25m vor der Tor gebildet wurden. Der erste Spieler der Reihe lief diagonal an und bekam einen kurzen Steilpass, der mit zwei Kontakten (Ballmitnahme und Abschluss) verwertet werden sollte.) Als Alternative sollten die FCB-Profis statt durchzulaufen mit einer Finte wieder auf die Startseite zurücklegen und abschließen – im Video ist diese etwas komplexere Variante zu sehen




Offenbar legte Hermann am Mittwoch besonderen Wert auf den Abschluss seiner Mannen, denn auch die nächsten Übung beschäftigte sich vorwiegend hiermit





A durchläuft einen kurzen Parcour, der sich mit jeder Variation veränderte, nimmt einen der postierten Bälle auf und spielt einen Druckpass auf B. Dieser verarbeitet das Anspiel mit zwei Kontakten und leitet das Leder weiter auf C, der auf B ablegt. Während B nun aus ca. 20m einen Distanzschuss ausführt, läuft C um das seitlich postierte Hindernis und bekommt aus dem rechten Grundlinienbereich eine Flanke, die er verwerten muss. Einerseits wird dadurch das einlaufen beispielsweise des Flügelspielers der gegenüberliegenden Seite trainiert, andererseits auch die schnelle Reaktions- und Umschaltfähigkeit – auch des Torhüter, der nach dem Distanzschuss sofort wieder parieren muss. Hermann führte noch zwei Variationen ein, die mit kleinen Veränderungen anhand der Videos gezeigt werden







Zum Abschluss eines gelungenen Trainingstages ließen die Coaches ein Abschlussspiel auf doppeltem Strafraum spielen. Beide Teams umfassten je vier Feldspieler und erneut forderte das Trainergespann ein hohes Tempo und viele Pässe in die Tiefe. Erreicht wurde dies einerseits durch eine „Rückpassbeschränkung“, der Torhüter durfte nämlich nur drei Mal innerhalb eines Angriffes angespielt werden, andererseits durch eine intervallartige Belastungsform, in der konsequent vier Sätze á drei Minuten gespielt wurden.




Anschließend wurden die geduldig wartenden Fans noch mit Autogrammen versorgt, bevor das Team geschlossen den Arbeitstag beendete. Am Donnerstag offerierte Heynckes seiner Truppe einen trainingsfreien Tag, bevor am Freitag dann das nichtöffentliche Abschlusstraining vor der Partie gegen Bremen anstand.

Autor: Dominik Langenegger

5. April 2012

FC Bayern – FC Augsburg, Spielvorbereitung


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Einige hundert Zuschauer wollten beim Training des FC Bayern München am 4. April zusehen – im Endeffekt verließen in den bayerischen Osterferien jedoch viele enttäuschte Gesichter die Säbener Straße wieder. Bei wunderschönem Wetter und angenehmen Temperaturen fand die Einheit am Mittwochmittag auf dem Nebenplatz statt, der deutlich weniger Platz für die vielen anwesenden Fans bot als der Hauptplatz, so dass das Gelände bereits früh komplett abgesperrt wurde.

Dennoch wurde der Rekordmeister bei wolkenfreiem Himmel mit viel Beifall und Begeisterung begrüßt, so dass der Start in den Trainingstag für die Truppe um Kapitän Philipp Lahm kaum erfreulicher hätte sein können. Aufgrund des 2:0-Sieges am Vorabend gegen Olympique Marseille trennte das Trainergespann um Jupp Heynckes, Peter Hermann und Hermann Gerland die Profis wie gewohnt in zwei Gruppen. Die Stammelf der letzten Wochen arbeitete im regenerativen Bereich mit Laufeinheiten, individuellem Programm und schließlich im Leistungszentrum und der Physiotherapie.

Passübungen zum “Reinkommen”

Der Rest der Truppe durchlief das gewohnte Schema im Bayern-Training unter Hermanns Anleitung. Nach einer ausgiebigen Laufschule mit Mobilisierungs- und Dehnübungen ging es zur Erwärmung mit Ball mit Hilfe komplexer Passfolgen. Zur Einstimmung präsentierte Hermann im gewohnten Schema eine bekannte Passübung


Der Startspieler mit Ball passt auf den zentralen Akteur, der die Kugel entweder klatschen lässt und direkt überspielt wird oder direkt aufdreht und auf den dritten Spieler weiterleitet. Dieser setzt anschließend einen der beiden Flügelspieler ein, der sich von der Stange löst und dem Ball entgegen startet. Über einen Doppelpass um die Stange herum gelangt der Flügel so wieder zum Anfangspunkt – alle Spieler laufen anschließend ihren Ballwegen auf die neue Position nach. Diese Übung gestaltete Hermann mit diversen kleinen Variationen, so dass die Spieler beispielsweise den Ball direkt auf den Flügel spielen, oder die Flügelspieler keinen Doppelpass zwingen sondern direkt in die Tiefe starten sollten, etc.

Einfache Torschussübung

Anschließend führte Hermann die Profis durch ein intensives „6vs6“ auf Ballhalten, bevor er zur abschließenden Torschussübung überleitete. Bei der Abschlussübung wurden die Spieler nun auf vier Stangen verteilt. Hermann spielt aus der Position A einen Druckpass auf B, der sich seitlich nach Außen von seiner Stange löst und die Kugel mit zwei Kontakten diagonal auf C weiterleitet. Dieser lässt dasselbe Verhaltensmuster erkennen, löst sich ebenfalls nach Außen, nimmt das Leder möglichst dynamisch in Laufrichtung mit und vollendet




Komplexes Torwarttraining

Aus gegebenen Gründen soll heute auch Wert auf die Arbeit von Torwarttrainer Toni Tapalovic gelegt werden. Der 31-Jährige beschäftigte sich intensiv mit Hans Jörg Butt und Maximilian Riedmüller. Nach individueller selbstständiger Erwärmung und Lockerung mussten die Beiden bei der ersten Übung einbeinig über eine kleine Hürde springen und jeweils auf dem Außenbein landen – nach einer kurzen Stabilisationsphase zurück in die andere Richtung. Dadurch sollen die Bandstrukturen in Sprunggelenk und Knie gestärkt und auf die kommende Belastung eingestellt werden.


Nach einigen Wiederholungen kam der Ball hinzu, so dass nach der Stabilisation der frontal postierte Tapalovic einen Drop-Kick auf Brusthöhe anspielte.
In der zweiten Torwart-Trainingsform bekamen die Keeper von Tapalovc einen kurzen simulierten Rückpass zugespielt, den sie nach kurzer seitlicher Mitnahme auf den jeweilig zweiten postierten Torhüter abschlagen sollten. Dieser stand ungefähr auf Höhe der Mittellinie und wechselte seinen Standort, um verschiedene Winkel und Orientierungsfähigkeit des Abschlagenden zu schulen. Anschließend wurde in einer Variation derselbe Aufbau verwendet, nur das nach einem Drop-Kick auf die Brust ein Abschlag aus der Hand auf den zweiten Keeper gespielt wurde


Zur dritten Übung verabschiedete sich Butt, der als Feldspieler beim „6vs6“ eingreifen musste, um eine Gleichzahl herzustellen. Riedmüller wurde mit folgenden Übungen weiter trainiert. Über eine seitliche Hürde musste der junge Torhüter beidbeinig hin- und zurückspringen, um anschließend einen flachen scharfen Ball abzuwehren


Dies wurde auf beide Seiten ausgeführt und mit zunehmenden Wiederholungen auch hohe Bälle Richtung Winkel zugeworfen.
Vor der zusammenführenden Torschussübung mit den Feldspielern musste Riedmüller nochmal durch eine intensive Übungsform. Erst musste der Torhüter einen scharf getretenen Ball aus 16m entschärfen, um sich anschließend sofort wieder aufzurichten und nach vorne zu orientieren. Denn zwei aufgebaute Stangen symbolisierten ein Mini-Tor am Fünfmeterraum, bei welchem Riedmüller drei bis vier Bälle aus kürzester Distanz abwehren musste. Hiermit sollte insbesondere auf Reaktionsschnelligkeit und Schulung der reflexartigen Bewegungen eingegangen werden


Autor: Dominik Langenegger

24. März 2012

FC Bayern München – Hannover 96, Training 22.03.2012


(4 Bewertungen, Durchschnitt: 2,75 von 5)
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Donnerstagmittag in München an einem wunderschönen Frühlingstag – die Bayern strahlen mit der Sonne um die Wette. Nach dem knappen Erfolg am Vorabend im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach und dem damit verbundenen Einzug ins Pokalfinale herrschte beim Rekordmeister an der Säbener Straße weiterhin eitel Sonnenschein.

Nach dem Pokalfight am Vortag über 120 Minuten wurden die Stammspieler selbstverständlich wie bekannt geschont und absolvierten per Mountainbike-Tour und im Leistungszentrum individuelle Rehamaßnahmen. Währenddessen zeigte sich die „Zweite Garde“ der Münchener mit sieben Feldspielern und zwei Torhütern den zahlreichen wartenden Fans an der Säbener Straße.

Rouven Sattelmaier arbeitete mit Torwarttrainer Toni Tapalovic an der Ballsicherheit bei kurzen Bällen, während Maximilian Riedmüller zu den Feldspielern beordnet wurde, um sein Kurzpassspiel und seine Passsicherheit zu schulen.

Lockeres Kreisspiel zum Anfang

Insgesamt nahmen daher an den aufgezeigten Übungs- und Spielformen Anatoliy Tymoshchuk, Rafinha, Diego Contento, Takashi Usami, Danijel pranjic, Nils Petersen, Ivica Olic und Riedmüller teil.
Co-Trainer Peter Hermann übernahm wie gewohnt den Leadpart und wies die Profis in den stets mit großer Lockerheit durchgeführten Ablauf ein. Der traditionelle Aufbau mit Laufschule und Kreisspiel zu Beginn läutete die Trainingseinheit ein.



Spielform 3 gegen 3

Anschließend ging es direkt in die oft gezeigte Spielform „3vs3plus“, wobei zwei Teams á 3 Akteure gegeneinander auf Ballhalten spielten und dabei die zwei freien Anspieler für den Kombinationsfluss mit einbauen sollten. Wenn eine Mannschaft einen Ballverlust verschuldet übernimmt diese den defensiven Part.



Einfacher Torschussübung

Anschließend führte Hermann eine neue Torschussform ein, wobei ein Vertikalpass auf den entgegen startenden Stürmer von einem einlaufenden Flügelspieler erlaufen und in einem Torerfolg umgemünzt werden sollte. Im konkreten Ablauf bedeutet dies, dass A einen Druckpass auf B spielt, der die Kugel auf den (nach einer Auftaktfinte) einlaufenden C klatschen lässt.

In der ersten Variante sollte C nun direkt abschließen. Im Anschluss fand der selbe Ablauf über die andere Seite statt. Daraufhin übernahm A die Rolle des freigewordenen Flügelspielers (C oder D), der auf die Position des B rückte. In der zweiten Variante sollte der Flügelspieler das Leder nun zuerst verarbeiten und daraufhin abschließen („zwei Kontakte“), in der dritten Abänderung spielten der Stürmer und der Flügel einen Doppelpass. Laufschemata und Passfolgen blieben unverändert. Als zusätzliche Möglichkeit, um positionsspezifisch zu schulen, nahmen Olic und Petersen zu Beginn der Übungsform für mehrere Bälle hintereinander die Sturmposition ein.





Absschlusspiel auf eingeschränkter Spielfläche

Zum Abschluss stand für die FCB-Profis noch ein Abschlussspiel auf dem Programm, wobei ein schmaler Korridor in der Größe von 10x25m gewählt wurde, um das Vertikalspiel zu betonen.




Autor: Dominik Langenegger

19. März 2012

Hertha BSC gegen Bayern München, Trainingsreport 14.03.2012


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Torfestivals, Befreiungsschlag, tolles Wetter. An der Säbener Straße dominierte am Mittwochmittag nicht nur wetterbedingt eitel Sonnenschein. Eine kleine Regenwolke trübte jedoch die fast perfekte Bayern-Woche – denn Bastian Schweinsteiger, der zuletzt sein Comeback nach einem Außenbandriss im Sprunggelenk feiern konnte, musste die Einheit wegen Knie- und Oberschenkelproblemen vorzeitig abbrechen und zähneknirschend die Kabine aufsuchen. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, beruhigte Jupp Heynckes allerdings die wartenden Journalisten. Schweinsteiger soll am Freitag bereits wieder in den regulären Trainingsbetrieb einsteigen.

Auch Rafinha konnte nach seinem grippalen Infekt wieder am Teamtraining teilnehmen. Hunderte Zuschauer empfingen den Rekordmeister bei wolkenfreiem Himmel mit Beifall und Begeisterung, so dass der Start in den Trainingstag für die Truppe um Kapitän Philipp Lahm kaum erfreulicher hätte sein können. Aufgrund der Champions League-Belastung des Vortages trennte das Trainergespann um Heynckes, Peter Hermann und Hermann Gerland die Profis wieder in zwei Gruppen. Toni Kroos, David Alaba, Mario Gomez, Lahm und Co., die unter der Woche gegen Hoffenheim und Basel einen Großteil der Einsatzzeit erhielten, absolvierten ein individuelles Programm mit Laufeinheiten und regenerativen Behandlungen im Leistungszentrum und der Physiotherapie.

Der Rest der Truppe durchlief das gewohnte Schema im Bayern-Training unter Anleitung Hermanns. Nach einer ausgiebigen Laufschule ging es zur Aufwärmarbeit am Ball mit komplexen Passfolgen. Als Neuerung wurde jedoch vor den Passstafetten ein Dehnkreis gebildet und der Muskeltonus in Rumpf- und Beinmuskulatur verringert.

Passtraining mit vorgegebenen Laufwegen

In der einleitenden Passform wurde insbesondere der Ball in die Tiefe und ein Einlaufen der Flügelspieler einstudiert. A spielt das Leder auf B, der mit der Ballannahme aufdreht und sofort per Druckpass in die Tiefe C einsetzt. In der Zwischenzeit zieht D nach einer Auftaktbewegung in einem Bogen ins Zentrum (Timing!) und erhält in höchstem Tempo die Kugel von C, der den Ball von B klatschen lässt. D spielt direkt auf E weiter und dasselbe Schema beginnt spiegelverkehrt von der anderen Seite mit Zuhilfenahme des anderen Flügelspielers (H). Alle Spieler rücken anschließend eine Station weiter, d.h. A wird zu B, B geht auf die Position von D und D stellt sich hier E wieder an. C bleibt als Einziger für zwei Bälle an Ort und Stelle und läuft anschließend auf die Position von H.





Trainingsspiel 4 gegen 4 plus 2 positionsgebundene Anspieler

Da Hermann ca. 15 Minuten aufwendete um die aufgezeigten Passwege zu perfektionieren, wurde keine Variation der Übung eingeführt. Stattdessen ging es gleich weiter in die Spielform „4vs4plus2“, in der zwei Teams mit je vier Spielern gebildet wurden und auf engem Raum den Ball halten mussten. Die zwei Neutralen wurden von Rafinha und Hans Jörg Butt bekleidet, die jeweils Anspielstationen für die Truppe im Ballbesitz generieren sollten.

Auffallend hierbei ist der Ansatz Hermanns die Neutralen Spieler immer positionstreu im Training zu schulen. Butt agierte so immer an einer Stirnseite knapp innerhalb des Spielfeldes, so dass er torwartspezifische Bälle spielen und verarbeiten musste. Rafinha hingegen wurde auf die breite Seite beordert, wo er als Außenspieler ebenfalls spielnahe Situationen zu lösen hatte und dennoch die Freiheit bekam, immer wieder Anspielstationen im Zentrum zu bilden.



Ball halten mit 2 Anspielern auf den Stirnseiten

In der nächsten Übung sollte wiederum explizit Bezug genommen werden auf den Pass in die Tiefe. Hierzu wurde ein schmaler Korridor zwischen Sechzehnmeterraum und Mittellinie gezogen, in welchem erneut „4vs4“ gespielt wurde. Als Zielstellung wurde jedoch ausgegeben die Anspieler auf den beiden Stirnseiten zu suchen, die wieder von Rahinha und Butt gebildet wurden. Sobald ein Anspieler erfolgreich eingesetzt wurde, mussten beide Team sofort umschalten und sich auf die Zielperson auf der anderen Seite konzentrieren.





Toschusstraining mit diagonalem Kombinationsspiel

Vor dem obligatorischen Abschlussspiel wurde erneut Bezug genommen auf die diagonalen Laufwege der Sturmspitzen und mit Hilfe der bekannten Torschussübung geübt


Autor: Dominik Langenegger