6. Februar 2013

Länderspiel gegen Frankreich, Bayern Training mit 13 Akteuren


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Auch zur Länderspielpause hält der FC Bayern München traditionellerweise Trainingseinheiten ab. Im Gegensatz zu vielen Vereinen erkennt man jedoch hierbei weder das Trainingsgelände, noch die Spieler auf dem Rasen wieder. Nur wenige Fans verirrten sich am Dienstagmorgen an die Säbener Straße, um den wenigen nicht für ihre Nationalelf nominierten Spielern und den Trainingsgästen aus U23 und U19 zuzusehen.

Insgesamt 13 Akteure (acht Profis und fünf Nachwuchsspieler) durfte das Trainerteam so auf dem Rasen begrüßen, darunter auch Rafinha, der nach seiner Sprunggelenksverletzung wieder ins Teamtraining zurück kehrte. Auch Arjen Robben stand am Vormittag noch auf dem Platz, bevor ihn die Nachnominierung gegen Mittag erreichte.

Währenddessen arbeitete vier der daheimgebliebenen Profis im Leistungszentrum der Bayern. Bastian Schweinsteiger, Xherdan Shaqiri (beide Sprunggelenk), Holger Badstuber (Knie) und Tom Starke (Handgelenk) – der nach dem ersten Teil das Mannschaftstraining abbrach und sich ins Leistungszentrum aufmachte – entkamen somit dem stürmischen Wetter auf dem Platz.

Laufschule mit Marcelo Martins




Aus gegebenem Anlass soll heute die einführende Laufschule, die meist als gegeben betrachtet wird, genau unter die Lupe genommen werden. Den drei Minuten dauernden Ablauf mit bekannten Übungen aus dem Lauf-ABC, angeleitet von FCB-Fitnesstrainer Marcelo Martins, können Sie in voller Länge im angefügten Video nachverfolgen.

Technische Verfeinerung der An- und Mitnahme







Weiter ging es für die Feldspieler im bekannten Pass- und Positionsspiel, geleitet und intensiv kommentiert von Peter Hermann. Hier wurden insgesamt drei Variationen durchgespielt, die in den beiden folgenden Videos dargestellt werden. Jupp Heynckes nahm sich immer wieder gezielt einige der jungen Akteure zur Brust und versuchte die technische An- und Mitnahmebewegung zu verfeinern. So sollten die Nachwuchskicker ballorientiert aufklappen, um möglich sofort wieder anspielbar zu sein oder die Kugel augenblicklich weiterleiten zu können.

Handlungsschnelligkeit, Umschalten und Überzahlspiel




Im Fortgang ging es für die Spieler in die spieltechnische Anwendung des Gelernten unter Ball- und Raumdruck. Hierbei kam wiederum die bekannte Spielform der letzten Wochen zur Geltung, in der wiederum zwei Team ins zwei Feldern auf Ballhalten spielten – bei Ballverlust soll die Kugel möglich schnell zurück ins eigene Feld zu den drei dort wartenden Mitspielern befördert werden. Durch die Raumenge kann Hermann großen Druck projizieren und so die Handlungsschnelligkeit seiner Truppe schulen. Auch das Umschaltverhalten und Überzahlspiel scheinen Schwerpunkte der Übungsform zu sein.

PS: Pierre-Emile Höjbjerg war natürlich auch bei den widrigen Bedingungen wieder leichtbekleidet flott unterwegs (siehe Trainingsbericht vom 30.1.2013). Emre Can leistet ihm in letzter Zeit jedoch bezüglich Beinkleiderwahl Unterstützung.




Auf dem Nebenplatz war zeitgleich übrigens (vermutlich) die U23 unterwegs – ein Eckerlspiel der Scholl-Truppe soll hier kurz als Bewegtbild dargestellt werden.

Von Dominik Langenegger

1. Februar 2013

1. FSV Mainz 05 und FC Bayern München, Spielvorbereitung


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Satte neun Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Bayer Leverkusen, ein souveräner Start in die Rückrunde mit einem 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart und die vermeintliche Euphorie über den neuen Trainer zur kommenden Saison, Pep Guardiola, sorgen offenbar nicht bei allen Bayern-Akteuren für glückliche Gesichter. Der oft gescholtene Arjen Robben lieferte auch beim Mittwochvormittagstraining eine ordentliche und bemühte Leistung, schien sich aber zunehmend zu isolieren.

Doch der Reihe nach: Nach der obligatorischen Laufschule auf den Nebenplatz zeigte sich der fast vollständig Kader den etwa 1.000 wartenden Trainingsbesuchern. Nicht dabei waren Rafinha und Xherdan Shaqiri, die verletzungsbeding auch am Wochenende bei FSV Mainz 05 pausieren müssen.

Der 17-jährige Pierre-Emile Höjbjerg, der seit der Winterpause bei den Profis trainiert, erstaunte wie immer mit seiner stringenten Trainingsbekleidungswahl. Egal welche Temperaturen in München vorherrschen, stets zeigt sich das dänische Talent in kurzer Hose und kurzen Socken – nicht einmal Stutzen genehmigt sich der Spieler des 1995er Jahrgangs auch bei eisigen Minusgraden. Bei etwa 10 Grad Außentemperatur am Mittwochvormittag jedoch fand Höjbjerg jedoch die ersten Nachahmer.

Bewährtes Pass- und Positionsspiel




Nach der Laufschule ging es in die bekannte Trainingsdurchführung von Peter Hermann über. Zuerst standen Pass- und Positionsspiel auf dem Programm, umgesetzt nach der Steil-Einlaufen-Übung. Durchführung und Ablauf fanden unverändert und identisch zu der Übung der letzten Woche vom 22. Januar statt. Im angefügten Video sind alle am Mittwoch gespielten Variationen nochmals dargestellt.

Parallel hierzu wärmten sich die Torhüter unter Anleitung von Toni Tapalovic auf. Eine Übung soll auch hier nochmals geschildert werden. Die Keeper sprangen beidbeinig über seitlich neben dem Tor postierten Hürden, die hüfthohe Hindernisse darstellten. Drei aufeinanderfolgende Hürden gab es zu bewältigen, wobei immenser Wert auf die stabile Landung gelegt wurde.

Diese im Sinne eines plyometrischen Krafttrainings à la Niedersprünge durchgeführte Übung wurde mit einer Fangsituation abgeschlossen. Hierfür warf der frontal postierte Tapalovic einen Ball Richtung gegenüberliegendes Toreck, den die Keeper mit einem lateralen Schritt und anschließendem explosiven Absprung vom Außenbein abwehren mussten.

Ballhalten üben für das Mainz-Spiel




Im Anschluss ging es sofort weiter in eine große Spielform mit dem Schwerpunkt „Ballhalten“. Auch diese Übung sollte aus der Vorwoche bereits bekannt sein. Team Rot spielt im rechten Feld und versucht möglichst lange das Leder in den eigenen Reihen zu halten.

Team Gelb versucht hierbei den Ball zu erobern oder und diesen anschließend sofort im Umschaltverhalten in ihr „eigenes Feld“ in der Abbildung links zu spielen. Hier müssen stets einige Spieler warten, Hermann steuerte hiermit die Intensität und beorderte zumeist drei Akteure hinein. Nachdem nun der Ball auf die drei Gelben gespielt wurde, verlagerte sich das Spielgeschehen in das linke Feld, wo wiederum die Gelben versuchten möglichst lange in Ballbesitz zu bleiben, während alle bis auf drei Spieler von Team Rot versuchten die Kugel zu erobern usw.

Zum Abschluss der 90-minütigen Einheit wurden dann die Torhüter mit einbezogen und ein Kleinfeld-Miniturnier durchgeführt, bevor die Spieler anschließend erschöpft ob der hohen Intensität den Rasen verließen. Die Akteure jedoch, die gegen Stuttgart nicht in der Startelf standen, mussten am Nachmittag nochmal ran.

Von Dominik Langenegger

23. Januar 2013

FC Bayern gegen VfB Stuttgart, Training


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Nasse Witterung, kalte Temperaturen – daher warten „nur“ etwa 100 Zuschauer auf die Profis des FC Bayern München am Dienstagnachmittag. Nach dem Rückrundenauftaktsieg gegen Fürth starteten die Bayern in die Vorbereitung auf die Partie gegen den VfB Stuttgart am kommenden Sonntag. Zur Anwendung kamen die gewohnten Schwerpunkte im fußballerischen Ansatz des Trainerteams.

Steil-Einlaufen-Übung




Nach dem Aufwärmen ging es in den bekannten Ablauf über. Zuerst standen Pass- und Positionsspiel auf dem Programm, umgesetzt nach der Steil-Einlaufen-Übung. In der ersten Durchführung musste der Innenspieler mit Ballannahme aufdrehen – in der zweiten Möglichkeit sollte er klatschen lassen und im dritten Durchgang spielte er einen Doppelpass mit dem Außenspieler. Im angefügten Video finden Sie alle durchgespielten Variationen zusammengeschnitten nacheinander zum nachverfolgen.

Ballhalten mit Seitenwechsel




Im Anschluss ging es für die Profis weiter in eine große Spielform mit dem Schwerpunkt „Ballhalten“. Hierbei wurden ein kleines Feld markiert und zwei Teams eingeteilt. Die beiden Mannschaften mussten jeweils versuchen so lange wie möglich in Ballbesitz zu bleiben. Bei einem Ballgewinn sollte versucht werden so schnell wie möglich die teaminternen Anspieler in einem weiteren Spielfeld anzupassen, wo das Spiel sofort weiterging.

Hierbei musste das Team, welches den Ball gewonnen hatte selbstverständlich ebenso wie das andere Team nachrücken. Da aber drei Spieler der Mannschaft, denen die Murmel abgeluchst wurde, zurückbleiben musste, kam es je zu einer kleinen Mehrzahl der Spieler in Ballbesitz. Sobald auch diese die Kugel verloren, ging es per Druckpass auf die drei zurück gebliebenen Akteure in die Gegenrichtung weiter. Aufgrund der Raumenge kam es immer wieder zu vielfältigen Zweikämpfen und diversen Meinungsverschiedenheiten. Im Video sehen sie Franck Ribéry und Toni Kroos, die sich aufgrund eines Ausballes verbal in die Haare kommen.

Torwarttraining




Parallel arbeitete Torwarttrainer Toni Tapalovic mit den Keepern, auch hier soll exemplarisch eine kleine Übung aufgezeigt werden (siehe Video.)

6 gegen 6




Zum Abschluss wurden dann die Torhüter mit einbezogen und sechs gegen sechs auf doppelten Strafraum gespielt. Hierbei funktionierten vier Mitspieler jedes Teams als Anspieler außerhalb des Spielfeldes. Je einer stand auf den Flügelpositionen, je einer neben den Toren. Diese vier „Hilfen“ durften zum Kombinationsspiel mit eingebunden werden, mussten aber jeden Ball direkt verwerten.

Die Spieler im Feld wurden auf zwei Ballkontakte begrenzt.

Von Dominik Langenegger

17. Januar 2013

FC Bayern, Auftakttraining Rückrunde 2012/13


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Am Mittwochvormittagtraining in München erwarteten die etwa 100 Zuschauer an der Säbener Straße eisige Temperaturen – aber auch einen hochmotivierten Spielerkader des FC Bayern München, die sich für die Rückrunde beweisen wollten.

Eine gute Nachricht erwartete die Bayern, denn Ribéry kehrte auf den Platz zurück. Der Superdribbler war am Dienstag wegen einer Erkältung noch geschont worden, konnte aber am Mittwoch das gesamte Pensum absolvieren. Bastian Schweinsteiger hingegen bekamen die Anhänger des Rekordmeisters nicht zu sehen. Der Nationalspieler legte eine regenerative Einheit im Leistungszentrum ein, nachdem die letzten Tage hohe Belastungen beim 28-Jährigen anfielen. Bereits am Mittwochnachmittag trainierte Schweinsteiger aber laut FCB-Website wieder.

Sprinttraining mit koordinativen Schwerpunkten




Nach einer kurzen Aufwärmphase starteten die Profis mit einem einführenden Sprinttraining mit Koordinationselementen. Schwerpunkte wurden hierbei insbesondere sowohl im azyklischen, im zyklischen Bereich und in der Reaktionsschnelligkeit gelegt. Hierzu teilten sich die Spieler zirkelmäßig in drei Gruppen. Jede Gruppe durchlief demnach jede Station mindestens einmal. Fitnesstrainer Marcelo Martins leitete die Station an, bei der eine Koordinationsleiter mit diversen Schrittfolgen durchlaufen werden und im Anschluss ein Antritt über zehn Meter folgen musste.




An der zweiten Station spannte Thomas Wilhelmi einen Gummizug um vier Stangen, die in einem Rechteck positioniert waren. Die Spieler sollten bei diversen Aufgabenstellungen entweder schnellstmöglich einen Fuß in das markierte Feld setzen, oder das auf den jeweiligen Seiten mit einem Fuß das Feld verlassen. Ebenso wurde im Anschluss ein Sprint über zehn Meter gefordert.

Die dritte Station betreute Andreas Kornmayer, der bei seinen beiden Übungen großen Spaß mit den Profis hatte und dies mehrfach auch lautstark bekundete (siehe auch das „Känguruh“ Xherdan Shaqiri im Video). In der ersten Übung bei Kornmayer sollten vier Hinihürden knapp und schnellkräftig übersprungen werden, um nach dem letzten Hindernis reaktiv wieder in den gewohnten Antritt über zehn Meter überzugehen.



Pass- und Positionsspiel




Anschließend zog das Team vom Seitenstreifen des soeben beanspruchten Hauptplatzes um auf den Nebenplatz, wo es mit den bekannten Übungsformen von Peter Hermann zum Pass- und Positionsspiel weiterging. Der Ablauf startete stets bei A (siehe PassübungStern.png),


der je nach Variation mit einem Zuspiel auf B startete, oder diesen durch einen direkten Pass auf C gar überspielte. In jedem Fall folgte anschließend ein Doppelpass zwischen C und D um den Dummy herum. Nach den ersten Durchläufen wurde die Position E aufgelöst und D dribbelte einfach direkt zurück zum Startpunkt A. Parallel startete der Ablauf erneut bei A‘, allerdings nun auf der anderen Seite. Jeder Spieler lief nach seinem Zuspiel auf die nächste Station weiter.




Nachdem diese Passfolgen sich eingespielt hatten wurde die Übung nicht mehr in einem Rücklauf zur Startposition beendet, sondern mit einem Torabschluss. Dieser gestaltete sich so, dass hinter D ein Gehäuse aufgestellt wurde, das von einem der Keeper übernommen wurde. D sollte nun die Kugel nicht mehr zu A hin mitnehmen, sonder aufdrehen und möglichst sofort auf das Tor abschließen. Auch hier baute das Trainergespann diverse Variationen ein. Beispielsweise sollte die Aktion nicht mehr über D laufen, sondern der auf der anderen Seite postierte D‘, der kreuzend in den gespielten Gassenpass einlaufen sollte.

Vor dem Abschlussspiel führte Hermann noch eine Spielform ein, bei der in einer sehr schmalen und langgezogenen Gasse acht gegen acht gespielt wurde. Zusätzlich wurden vier Spieler als freie Zuspieler ernannt, die jeweils an den Kopfenden und im Zentrum des Spielfeldes positioniert waren. Die Zielstellung lautete für die Teams mit Zuhilfenahme der beiden innen postierten Freien von einer Seite zur anderen zu gelangen.

Die acht Akteure des gegnerischen Teams sollten dies jedoch verhindern. Im Prinzip spielen also acht Spieler vom Anspieler der Kopfseite aus und versuchen den Anspieler der anderen Kopfseite mit einem Pass zu erreichen. Bei Zielerreichung oder Ballverlust wurde automatisch ein Richtungswechsel initiiert.

Von Dominik Langenegger

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15. November 2012

FC Bayern Training, Individualtraining


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Ein etwas anderer Trainingstag beim Rekordmeister fand am frühen Mittwochmorgen in der Säbener Straße statt. Denn mit lediglich vier Feldspielern (Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Holger Badstuber und Dante) konnte Co-Trainer Peter Hermann mehr oder weniger lediglich eine Individualtrainingseinheit absolvieren, während Torwarttrainer Toni „Tapa“ Tapalovic sich um die Belange von Tom Starke und Maximilian Riedmüller kümmerte.


2. Mannschaft mit Laufschule

Auf dem Nebenplatz trainierte die zweite Mannschaft des Rekordmeisters, bei denen zuerst Tobias Schweinsteiger die obligatorische Laufschule übernahm:



Indivdualprogramm Schweinsteiger, Badstuber und Co.

Anschließend absolvierte die Truppe mit Hermann und Marcelo Martins ein technisches Individualprogramm, welches nach jeder kurzen Belastung durch langsames, selbstständiges Auslaufen mit einer Platzrunde unterbrochen wurde.


Bei Übung A sollten die Profis rückwärts um einen Dummy herum starten und den von Hermann gespielten Ball direkt klatschen lassen. Hierbei wurde mit flachen Zuspielen und Würfen zum Kopfball variiert.




In Übung B sollte sich immer ein Spieler des Quartetts auf zwei Seiten eines rechtwinkligen Dreiecks bewegen und die Pässe von Hermann kurz verarbeiten, mit einem Kontakt in Bewegungsrichtung mitnehmen, zurückziehen und zum Übungsleiter zurückpassen. Dies wurde mit sechs Pässen im ersten Durchgang durchgeführt, bevor wieder der Auslauf anstand. Bei den weiteren Wiederholungen reduzierte Hermann die Belastung auf vier Pässe, forderte aber auch höheres Tempo.




In Übung C bekamen die Spieler drei Bälle auf einer Seite des Korridors und sollten nun je einen Ball im Slalom durch den Hütchenparcours dribbeln, auf der anderen Seite ablegen und diesen Vorgang sofort mit der nächsten Kugel wiederholen.




Hierbei gab Hermann im ersten Durchlauf keine Vorgaben, in den weiteren Durchgängen aber die Anweisung, mit welchem Bein das Leder geführt werden sollte – wobei hier in jedem Durchgang mit den drei Bällen stets alle Varianten (rechts, links, beide) angesprochen wurden.

Um den Stationsbetrieb etwas aufzulockern integrierte Hermann einmal kurzfristig noch einen Torabschluss, wofür Riedmüller herüber beordert wurde und einige Abschlüsse auf das Gehäuse abwehren musste.




Ein weiterer Zwischeneinschub beim Circuit-Training wurde umgesetzt durch eine Übung, in der Hermann von der Mittellinie Flugbälle in den Strafraum schlug, die die Profis direkt klären sollten.




Von Dominik Langenegger

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5. November 2012

Regeneratives Fitnesstraining nach HSV Sieg


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Es war ein wunderschöner Sonntagmittag in den Herbstferien, als der Tross der Bayern um 11:30 Uhr den Rasen des Hauptplatzes an der Säbener Straße betrat. Wie gewohnt nach Spieltagen wurden die Profis wieder in zwei Gruppen eingeteilt.

Die Spieler, die am Vorabend gegen den HSV bereits einen Großteil der Minuten verbuchen konnten, nahmen am regenerativen Fitnesstraining teil und arbeiteten ausschließlich im aeroben Bereich. Die Gruppe zeigte sich den etwa 1.000 wartenden Fans, indem sie mehrere Gruppen um die Trainingsanlage drehte und anschließend auch den einen oder anderen Autogrammwunsch erfüllte.

Die zweite Trainingsgesellschaft absolvierte mit Peter Hermann, Jupp Heynckes, Herman Gerland und Toni Tapalovic die reguläre Einheit. Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi arbeitete währenddessen gesondert mit dem verletzten Holger Badstuber.

Torwarttraining im Trio

Während die Feldspieler in die obligatorische Laufschule starteten, schnappte sich Tapalovic die Torhüter Manuel Neuer, Tom Starke und Maximilian Riedmüller und absolvierte eine kleine Erwärmung mit dem Trio. Hierzu positionierten sich drei Spieler frontal vor das Gehäuse, einer mittig und einer je auf Pfostenhöhe – Distanz etwa 10 Meter. Hierbei erhielt der Keeper immer drei Bälle hintereinander, die er mit verschiedenen Aufgabenstellungen parieren oder zurückspielen musste.

Hermannsche Pass- und Positionsspiel

Anschließend ging es in das Hermannsche Pass- und Positionsspiel über:




Das Trainergespann zeigte hierbei diverse Variationen auf durch klatschen, aufdrehen, Doppelpass und Richtungswechsel. So wurden die grundlegenden Bestandteile des Kombinationsfußballs nochmals angerissen – in der letzten Durchführung dann gar der Torabschluss eingebaut.

3 gegen 3, plus 2

Darauffolgend stand erneut das altbekannte „3vs3plus2“ auf dem Programm. Drei Spieler versuchen gegen drei Gegner möglichst lange den Ball zu behaupten, zwei stets freie Mitspieler unterstützen sie hierbei. Bei Ballverlust muss sofort umgeschaltet und nun das Leder zurück erobert werden.

Flanken- und Torschussübung


Anschließend setzten die Profis eine kombinierte Flanken- und Torabschlussübung um, bei der die Akteure zuerst einen kleinen Geschicklichkeitsparcours mit verschiedenen Herausforderungen durchlaufen mussten und dann den liegenden Ball zum nächsten wartenden Mitspieler weiterleiteten. Hierbei wurden zwei Mittelstationen eingebaut, wo der Ball per Aufdrehbewegung weitergespielt werden sollte.

Auf der gegenüberliegenenden Spielfeldseite wurde dann per Doppelpass ein Lauf zur Grundlinie erzwungen und eine präzise Hereingabe auf den wartenden Sturmspieler. Dieser sollte die Flanke abschließen und bekam anschließend sofort aus seinem Rücken einen zweiten Ball zugeworfen, der ebenfalls verwertet werden musste.

Hierbei variierte der zuspielende Trainer, ob Wurf, Flachpass oder Steilpass auf den Sturmspieler zukam. Eine dementsprechende Reaktions- und Handlungsschnelligkeit wird dementsprechend auch umgesetzt.

Abschlusspiel im Sechzehnmeterraum

Das Abschlussspiel Fünf gegen Fünf stand schließlich erneut unter dem Rahmen „Raumdruck und Handlungsschnelligkeit“. Aufgrund der Spielfeldgröße von einem Sechzehnmeterraum wurden die Profis sehr gefordert und mussten immer wieder unter enormem Druck eine zügige Lösungskompetenz zeigen und entwickeln.

Nach offiziellem Ende der Trainingseinheit absolvierte Starke mit Taplovic noch einige Extra-Schichten und zeigte, dass er ein talentierter und stets bereiter Ersatzkeeper ist, der für den FCB noch enorm wichtig sein kann.

Von Dominik Langenegger

17. Oktober 2012

FC Bayern Training, ohne Nationalspieler aber mit Uli Hoeneß


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Während Länderspielpausen erkennt man das Trainingsgelände des FC Bayern München kaum wieder. Weniger bekannte Spieler, deutlich weniger Fans – für Bayernverhältnisse fast Totenstille.

Lediglich etwa 100 Anhänger waren am Dienstagvormittagstraining der Profis an der Säbener Straße anwesend – trotz bezauberndem Oktoberwetter in München. Die Fans bekamen jedoch viele interessante Dinge zu sehen, auch Präsident Uli Hoeneß, der sich die Einheit nicht entgehen ließ.

Der 12-köpfige Kader für die Einheit setzte sich aus den etablierten Kräften, die nicht in Nationalteam beheimatet sind, und diversen Nachwuchsspielern zusammen.

Neue Aufwärmmethode der Bayern

Nach einer kurzen Laufschule bot das Trainergespann den Spielern eine neue Aufwärmmethode dar, die engagiert wahrgenommen wurde. Man spürte förmlich den Ehrgeiz der nachrückenden Spieler, die sich zeigen wollten. Hierbei wurden vier Stationen eingerichtet, die von vier Trainern betreut wurden




Co-Trainer Hermann Gerland beaufsichtigte einen Slalomparcours, an dessen Ende die Profis den zugeworfenen Ball zurückköpften. Fitnesstrainer Marcelo Martins gab Übungen an der Koordinationsleiter vor, und Andreas Kornmayer hatte eine Station zur Stärkung der lateralen Schnelligkeit. Bei Hermann mussten die Profis in diversen Variationen um die Hütchenstangen laufen und die zugespielten Bälle frontal klatschen lassen, bei der nächsten Station Kornmayer gab es die Aufgabe nach drei schnellen Seitschritten im Stangenkorridor diagonal durch eines der Hütchentore zu sprinten.

Gerlands Truppe musste sich in verschiedenen Varianten um aufgestellte Stangen winden um dann einen zugeworfenen Ball zurück zu köpfen. Als Variante mussten die Akteure den Ball zuerst abklatschen, d.h. berühren, dann schnell zurücklaufen und anschließend köpfen. Bei Martins wurden diverse Möglichkeiten der Koordinationsleiter umgesetzt. Nach der Aktion liefen die Profis direkt weiter zur nächsten Aufgabe. Cheftrainer Jupp Heynckes beaufsichtigte das Treiben bei den vier Stationen.

Pass- und Positionsspiel

Anschließend ging es in den bereits bekannten Trainingsbetrieb über. Zuerst standen Pass- und Positionsspiel auf dem Programm, umgesetzt nach der Steil-Einlaufen-Übung





In der ersten Durchführung musste der Innenspieler mit Ballannahme aufdrehen – in der zweiten Möglichkeit sollte er klatschen lassen.

Anschließend wurden die beiden Keeper mit in die Übung integriert, die sich zuvor mit Torwarttrainer Toni Tapalovic aufwärmten. Im dritten Durchgang schloss, bei gleichen Pass- und Laufwegen, der durchlaufende Spieler auf das frontal postierte Tor direkt ab. In der letzten Variante sollte nach Rückpass die Kugel mitgenommen mit dem zweiten Kontakt abgeschlossen werden.




Mitchell Weiser, der ein herausragendes Training bot und auffallend oft vom Trainerstab Lob erhielt, sorgte hierbei mit ausgezeichneter Konzentration und Schusstechnik für einige Highlights und Raunen bei den Zuschauern – sein Bundesligadebüt für den FC Bayern scheint in dieser Form nicht mehr allzu weit entfernt.

4 gegen 4 plus 2

Die Fortsetzung fand die Einheit beim etablierten „4vs4plus2“, wobei immer vier Spieler den Ball gegen die vier restlichen Akteure behaupten müssen. Unterstützung finden sie hierbei durch zwei freie Mitspieler, die immer die ballbesitzende Mannschaft unterstützen



Die Bayern-Brasilianer “Schnacksln”

Nach Trainingsende offenbarte dann das brasilianische Trio der Münchener um Rafinha, Dante und Luiz Gustavo (zu Beginn war auch noch der Deutsch-Italiener Diego Contento dabei), was an technischer Finesse in ihnen steckt. „Schnacksln“ bedeutet, dass der Ball immer volley mit zwei Kontakten aus der Luft punktgenau auf den nächsten Spieler weitergespielt werden muss.

Die drei schafften mit zwei Bällen mehrere Runden – derjenige, der dabei einen Fehler produziert erhält von den anderen Mitspieler einen Schnippser am Ohr, wird also „g‘schnackslt“.

Von Dominik Langenegger

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10. Oktober 2012

FC Bayern Training ohne Nationalspieler


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An einem nasskalten Dienstagmorgen begrüßte das Trainergespann des FC Bayern München 12 Spieler auf dem Gelände an der Säbener Straße. Da die Nationalspieler unterwegs waren, wurde er Kader kurzerhand mit einigen Nachwuchsspielern aufgestockt.

Rückkehrer David Alaba, der nach seinem Ermüdungsbruch vor einer Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, absolvierte ebenfalls die intensive Einheit mit dem Team. Bereits am Vortag erarbeitete der Österreicher mit Co-Trainer Peter Hermann eine intensive Zusatzeinheit – mit einer baldigen Rückkehr darf also gerechnet werden.

FCB-Fitnesstrainer Marcelo Martins mit interessanter Laufschule

Ein Schwerpunkt der Dienstagseinheit lag auf dem athletischen Bereich, wo der studierte Sportwissenschaftler und FCB-Fitnesstrainer Marcelo Martins zum Zuge kam. Der Brasilianer leitete die 12 Mann durch eine intensive Laufschule und Kräftigungseinheit und konnte so viele Anreize setzen. Neben Balance-spezifischen Gesichtspunkten wurde auch insbesondere auf die Antritts- und Handlungsschnelligkeit sowie einem korrektem Laufverhalten Wert gelegt.

Selbstverständlich fanden diese schnelligkeitsorientierten Inhalte zu Beginn des Trainings statt, um eine Vorermüdung auszuschließen oder zumindest zu minimieren. Als lohnende Pause zwischen den nach Intervallen durchgeführten Belastungen wurde immer der soeben gesprintet absolvierte Weg zurückgegangen, um eine schnelle Regenerationsfähigkeit anzusprechen.






Schnelligkeitstraining mit Widerständen










Nach der Laufschule, die zusehends in schnellkräftige Bewegungen übergeführt wurde, ging es zu den Sprintgurten, womit im Folgenden unter körperfremden Widerstandstraining verschärft gearbeitet wurde.

Anschließend übernahm Co-Trainer Peter Hermann die Spieler und führte sie durch die von ihm favorisierten Pass- und Positionsspiel-Übungen. Der Ablauf sollte aus den letzten Einheiten bekannt sein, in den Videos sind nochmals diverse Variationen nachzuverfolgen



Spielform Zusammenspiel

Daraufhin wurde die Truppe getrennt – die beiden Torhüter Tom Starke und Maximilian Riedmüller wurden von Torwarttrainer Toni Tapalovic getrennt betreut, während die restlichen zehn Akteure das bekannte Spielchen „4vs4plus2“ absolvierten. Hierbei spielen beide Vierer-Teams auf Ballhalten und versuchen so lange wie möglich das Leder zu behaupten.




Unterstützt werden sie hierbei von zwei „Freien“, die jeweils die ballbesitzende Mannschaft unterstützen, so dass ein konstantes Überzahlspiel mit sechs gegen vier Spieler gewährleistet ist. Bei einem Ballverlust muss anschließend selbstverständlich die andere Truppe die Kugel behauten.

Von Dominik Langenegger

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27. September 2012

FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg, die Nachbereitung


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Nach einem beeindruckenden 3:0-Sieg am Vorabend gegen den VfL Wolfsburg begrüßte Jupp Heynckes am Mittwochmorgen bei strahlenden Wiesnwetter zehn Profis zur Trainingseinheit. Luiz Gustavo, Mitchell Weiser, Emre Can, Anatoliy Tymoshchuk, Rafinha, Toni Kroos, Diego Contento, Claudio Pizarro, Daniel van Buyten und Manuel Neuer bestritten die Trainingseinheit für die Feldspieler, die am Vortag nicht in der Startelf standen.

Einige hundert Fans des Rekordmeisters begutachteten die Einheit und freuten sich insbesondere, als ein Teil der ersten Elf, die als Regenerationsmaßnahmen Laufeinheiten absolvierten und eine Partie Basketball spielten, zum Autogramme schreiben zu den Anhängern kam.

Van Buyten nahm nach Krankheit wieder am Training teil, ebenso wie Thomas Müller (grippaler Infekt), der dem Regenerationsteam angehörte. Der souverän mitspielende Keeper Neuer sollte durch die Einheit offenbar sein Passspiel und Handlungsschnelligkeit schulen und wurde komplett ins Feldspielertraining mit einbezogen, während Torwarttrainer Toni Tapalovic Tom Starke und einen Nachwuchstorhüter auf die abschließende Spielform vorbereitete.

Javi Martínez und Arjen Robben, die gegen den VfL angeschlagen ausgewechselt wurden, ließen sich von der medizinischen Abteilung behandeln.

David Alaba (nach Ermüdungsbruch) musste im Individualtraining bei einer Ausdauereinheit schwitzen. An den Vortagen hatte der Österreicher nach langer Pause erstmals wieder Einheiten mit dem Ball absolviert. Auch Mario Gomez (Sprunggelenks-OP) setzte im Leistungszentrum seine Reha fort. Laut den Verantwortlichen des FC Bayern wird der Nationalspieler in den kommenden Tagen auch wieder auf Laufeinheiten bestreiten, womit er am Montag und Dienstag bereits begonnen hat.

Die Trainingsinhalte von Heynckes, Peter Hermann und Herman Gerland glichen in großen Teilen den bereits bekannten Schemata. Nach einer ausführlichen Laufschule ging es über zu einer Übung, die Pass- und Positionsspiel schulen sollte, dann ins „4vs4plus2“, welches schließlich in einer Spielform mündete.

Steilpassübungen

Nach dem Aufwärmen mit dem Lauf-ABC also in einer Passübung zur Ballgewöhnung sollte insbesondere der Vertikalpass in die Tiefe trainiert werden. Der Wechsel von scharfen Druckpässen und mit Unterschnitt abgelegten Bällen wurde hierbei akzentuiert.


Der Ablauf ist noch von der Einheit letzte Woche bekannt und wurde nicht geändert. Als Alternative führte Heynckes jedoch ein, dass der Innenspieler zuerst aufdrehte, im zweiten Durchgang dann den Ball klatschen ließ und in der letzten Variante der Außenspieler per Doppelpass eingesetzt wurde







Die Laufwege der Spieler blieben jedoch von den abgeänderten Passformen unberührt.

4 gegen 4, plus 2


Anschließend ging es für die zehn Feldspieler in die bekannte Spielform „4vs4plus2“, wobei auf einem ca. 15×15 Meter großem Feld auf Ballhalten gespielt wurde. Vier Spieler müssen hierbei den Ball erobern, während vier Akteure versuchen die Kugel möglichst lange in ihren Reihen zu halten.




Die zwei „Freien“ mussten immer die Truppe unterstützen, die gerade im Ballbesitz war. Hermann legte außerdem Wert auf schnelles Spiel und forcierte dies durch die Begrenzung auf zwei Kontakte. Pizarro erwischte hierbei in einem Zweikampf Luiz Gustavo am Knöchel, der nach kurzer Behandlung jedoch gleich weiter spielen konnte.

Autor: Dominik Langenegger

20. September 2012

FC Bayern München gegen FC Valencia, Training


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Nach einem tollen Champions-League-Abend mit einem 2:1-Sieg über den FC Valencia bat Trainer Jupp Heynckes am Donnerstagmittag acht Profis zur regulären Trainingseinheit an der Säbener Straße: Luiz Gustavo, Mitchell Weiser, Emre Can, Anatoliy Tymoshchuk, Mario Mandzukic, Rafinha, Xherdan Shaqiri und Diego Contento, demnach die Spieler, die am Vorabend nicht in der Startelf der Roten standen. Etwa zweihundert Anhänger begutachteten das Treiben auf dem Rasen bei angenehmen Temperaturen und fast wolkenfreiem Himmel.

Aufgrund der Belastung der Partie am Vorabend teilte das Trainerteam um Heynckes die Mannschaft daher in zwei Gruppen ein. Die gestrige Startelf bildete die Regenerationsgruppe und war wohl mit einer Radtour durch München im regenerativen Bereich tätig. Dennoch zeigte sich das Stammpersonal kurz den anwesenden Fans und gaben für einige Minuten ein paar Autogramme.

Währenddessen durften oben genannten Spieler dem regulären Trainingsbetrieb unter Führung von Heynckes von Peter Hermann beiwohnen. Auffällig war, dass sich Heynckes immer wieder Akteure herausnahm und in einem kurzen Einzelgespräch auf denjenigen einwirkte – vermutlich um bereits zum Saisonstart Verdruss zu vermeiden oder Konflikte auszumerzen.

Passübungen

In einer ersten Passübung zur Ballgewöhnung sollte insbesondere der steile Druckpass in die Tiefe und das „Steil-Klatsch-Spiel“ wiederholt werden. Hierzu spielt A auf B, der nach einer Auftaktbewegung entgegenkommt und das Leder für den nachlaufenden A abstoppt. Während dieser nun erneut in den Ball startet, kommen C und D ebenfalls nach einer Auftaktbewegung kurz und bieten sich für ein Anspiel an. A spielt jedoch konstant auf C, weshalb D sein Angebot sofort abbricht, sich dreht und mit dem richtigen Timing in den von D abprallenden Pass sprinten und diesen direkt auf E weiterleitet.


Anschließend startet das Spielchen von der anderen Seite aus, das E mit einem Pass auf C einleitet. Währenddessen wechseln die anderen Spieler ihre Position. A übernimmt die Rolle von B und B wechselt übernimmt die Aufgabe von D, der sich nach seinem Abspiel wieder hinter E anstellt. Diese Übung lässt sich sehr gut auch mit geringer Spieleranzahl durchführen und wurde wohl auch deshalb von Hermann gewählt. Theoretisch reichen sieben Akteure um eine gut funktionierende Endlosschleife zu generieren, bei der die oben erwähnten Inhalte eingeübt werden können.

Mit zunehmender Dauer forderte Hermann immer mehr Passschärfe und wollte nur direktes Spiel sehen, bei der der Angespielte immer wieder den Druck aus dem Ball nehmen sollte

3 gegen 3 plus 2 freie Zuspieler

Anschließend ging die achtköpfige Rumpftruppe in die oft verwendete und bereits bekannte Spielform „3vs3+2“, wobei auf einem ca. 10×10 Meter großem Quadrat drei gegen drei mit zwei freien Zuspielern dargeboten wurde. Ziel des Spielchens ist es, die Kugel in den eigenen Reihen zu halten und durch Einbindung der zwei „Freien“ möglichst lange im Ballbesitz zu bleiben.




Bei einem Ballverlust muss die diesen verschuldenden sofort die defensive Rolle einnehmen und augenblicklich den Ball jagen. Durch die engen Räume wird immer wieder sehr viel Druck auf den Ballführenden erzeugt und somit unter anderem dessen Handlungsschnelligkeit geschult.

Torwarttraining – Überquerung von Hindernissen

Währenddessen beschäftigte sich Torwarttrainer Toni Tapalovic mit Keeper Tom Starke und bereitete diesen auf folgende Torschlussübung vor

Hierbei wurde insbesondere die laterale Schnelligkeit und Beweglichkeit geschult. Hindernisse vor dem Tor mussten seitlich überquert werden und die zugeworfenen Bälle pariert werden.

Positionsspezifisches Torschusstraining

In der abschließenden Torschussübung wurden die Spieler nun positionsspezifisch auf vier Hütchen verteilt. Hierbei wurde das Kombinationsspiel aus dem Aufwärmteil wieder aufgegriffen und um den Torabschluss und zwei Querpässe erweitert







Autor: Dominik Langenegger