17. Dezember 2011

SC Freiburg – Borussia Dortmund, Trainingsbericht


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Training BVB am 15.12.11 vor dem Spiel beim SC Freiburg. Vor nur ca. 60 Zuschauer (25 % Japaner) und bei eisigen Temperaturen betrat die Mannschaft, nach dem die beiden von Gesichtsbrüchen heimgesuchten Bender & Subotic ihre Laufeinheit absolvierten, den Trainingsplatz. Auffällig dabei war Kevin Großkreutz, der seine neuen lila Fußballschuhe präsentierte.

Nach zwei Runden warmlaufen übernahm der Fitnesstrainer das Aufwärmprogramm wobei die Spieler in zwei abgesteckten Felder verschiede Lauf- und Dehnübungen durchführten.

Borussia Dortmund: Einfach Übung Zusammenspiel und Passspiel

BVB Training vor dem Spiel gegen SC Freiburg

2 Felder, in denen jeweils 3 Spieler mit 3 Bällen Zuspiele absolvierten. Sieht auf den ersten Blick einfacher aus, als es in Wirklichkeit ist, denn alle Spieler müssen ein hohes Maß an Orientierungsfähigkeit und Spielübersicht an den Tag legen. Damit die Bälle ordentlich und flüssig zirkulieren, sind die Spieler gezwungen ständig den Kopf oben zu halten. Typische Fragen: Kann ich den Spieler anspielen? Wann wird er seinen Ball an den nächsten Mitspieler passen? Wen wird er anspielen? Diese Gedankenspiele laufen innerhalb von einem Bruchteil einer Sekunde ab. Auch Handlungsschnelligkeit und ein entsprechendes Reaktionsvermögen spielen eine Rolle, um die Qualität dieser Übung zu gewährleisten.

Borussia Dortmund: Zusammenspiel im Dreieck

Training Dortmund gegen Freiburg

Die Feldspieler übten dann das Flachpassspiel, in dem Spieler A zu Spieler B passt der wiederum lässt den Ball zu A abprallen und A passt zu Spieler C wobei die Spieler im Uhrzeigersinn die Positionen tauschen. Auch diese Übung stellt eine einfache Passkombination dar. Schwerpunkt ist die Qualität des Passspiels. Die Bälle müssen präzise und zugleich mit der entsprechenden Geschwindigkeit versehen werden, als so genannte Druckpässe gespielt werden. Ein nicht einfacher Passweg ist das Zusammenspiel Nummer 3 zwischen A und C. Denn der Spieler A muss den zurückprallenden Ball von B direkt auf C spielen. Hierfür bedarf eine ausgewogene Technik. Der Ball könnte auf unterschiedliche Art und Weise gespielt werden: Mit der rechten Innenseite, wobei hierbei ein weitgreifendes Auswinkeln des Beines notwendig ist. Eine andere Möglichkeit wäre die Nutzung der Innenseite des linken Beines. Aber auch hier ist ein gutes Koordinationsvermögen gefragt. Die Profis lösen solche Bälle oft mit Drall. Der von B zurückgespielte Ball kann bei entsprechender Geschwindigkeit über den Außenriß oder Innenriß “rutschen” und erreicht mit einem bestimmten Effet Spieler C.

Borussia Dortmund: Angriffsübung über den Außenraum

BVB Vorbereitung gegen SC Freiburg

In der nächsten Übung spielt Spieler A einen hohen Ball auf Spieler C, in dem Moment sprintet Spieler B in Richtung Grundlinie, Spieler C spielt direkt auf Spieler D der wiederum direkt zu B, der dann die Flanke auf die vorgerückten Spieler C & D schlägt, die dann den Torabschluss suchen. Eine komplexe Angriffsübung über den Außenraum mit Positionswechseln. Auch hier liegt das Trainingsziel in der Güte der Ausführung. Die Zuspiele müssen präzise und mit dem notwendigen Druck erfolgen. Auch das Timing beim Abspielen ist von großer Bedeutung. Bei Borussia Dortmund oft zu sehen und als taktisches Mittel im Spiel praktiziert. In der Mitte kommt es zu kurzen Ballstafetten. Oftmals solange, bis ein Spieler im Außenraum in Position läuft – dann erfolgt der öffnende Pass. Am Ende müssen die beiden Spieler C und D beim Einlaufen in die torgefährliche Zone kreuzen und den von außen ankommenden Ball im Tor unterzubringen. Im Spiel hat das Kreuzen der Spieler kurz vor der Flanke ein großes Gewicht. Im Idealfall kreuzen die Stürmer unmittelbar vor dem Eintreffen der Flanke die Positionen. So gelingt es die Abwehrspieler zu verwirren und Laufwege zu blockieren.

Außer den verletzten Götze, Subotic, Leitner, Bender und Koch ist es fraglich ob Kehl (Augeapfelprellung), Gündogan und Barrios (beide Erkältung) auflaufen können.

18. November 2011

FC Bayern München gegen Borussia Dortmund, Trainingsreport Dortmund 17.11.2011


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Unter Flutlicht und gut gelaunt betraten das Team und der Trainerstab den Trainingsplatz um 17:00 Uhr. Die ca. 200 Zuschauer vermissten nur die verletzten
Subotic und Schmelzer. Unter Anleitung von Fitnesstrainer Bartlett absolvierte das Team ein kleines Aufwärmprogramm mit kleinen Laufübungen und Dehnübungen.

Zuspiele auf engem Raum mit Seitenwechsel

In zwei gleich großen Felder wird das Team in zwei Gruppen aufgeteilt (a= 10 Spieler) – in den Feldern spielen sich die Spieler drei Bälle wahllos zu, bis der Trainer das Kommando „ Wechsel“ gibt, wobei die zwei Gruppen im Spurt die Felder wechseln.

Vorbereitung gegen Dortmund

Danach schnappten sich jeweils zwei Spieler einen Ball und spielten sich in einer Entfernung von ca. 20 m die Bälle hoch und lang zu. Nach dieser kurzen Einheit verabschiedeten sich die Spieler, die unter der Woche mit ihren Nationalteams unterwegs waren, schon wieder in Richtung Kabine.

Angriffsübungen in Positionsreihen

Team A spielt sich den Ball entlang der blauen Hüttchen zu und Team B rückt von den gelben Hüttchen auf und deckt den Raum zwischen den blauen und gelben
Hüttchen ab. Auf Zuruf des Trainer spurtet Team B wahlweise an das rote bzw. grüne Hüttchen und erhält sofort danach den Ball von Team A. Team B spielt den Ball auf den vor dem 16m Raum platzierten Spieler, der wiederum den Ball auf die Außen leitet, wo ein Spieler von Team B eine Flanke auf die aufgerückten Mitspieler schlägt, die dann den Torabschluss suchen.

Vorbereitung gegen Dortmund

Diese Übung zeigt die taktische Disziplin der Dortmunder Mannschaft bei Angriffsübungen. Alle Spieler in einer Reihe verschieben positionsgebunden als Einheit. Nachdem Team B die Passkombinationen von Team A zuerst absichert, kehren sie ihr Spiel um und gehen nach Zuspiel durch Team A in den Angriff über. Nachdem der Angriff über den zentralen Spieler nach außen verlagert wird, rückt Team B wiederum als Block nach und versucht die Flanke aus dem Außenraum nach mehrfachen Kreuzen im Tor unterzubringen.

Flanken nach Kurzpassfolgen

Im Dreieck spielen sich drei Spieler den Ball flach zu. Auf Zuruf des Trainers spielt einer der Spieler den Ball auf die Außen, einer der Spieler geht den Ball nach und schlägt eine Flanke auf die beiden anderen, die sich vor dem Tor positionieren und den Torabschluss suchen. Das typische Angriffsspiel der Dortmunder: Aus einer Drucksituation heraus spielt ein Spieler den öffnenden Pass in den Außenraum, wo ein nachrückender Spieler nachsetzt und nach innen flankt. Der Ball wird solange im Kurzpassspiel “gehalten”, bis sich der Raum öffnet oder ein Spieler diesen beläuft.

Vorbereitung gegen Dortmund

Gezieltes Wegboxen hoher Bälle

Der Torwarttrainer wirft den Ball hoch in den 5m Raum, Torwart A faustet den Ball zu Torwart B – der wiederum fängt den Ball und rollt in wieder zum Torwarttrainer.

Vorbereitung gegen Dortmund

Verdeckter Torschuss mit Dummies

Der Torwarttrainer schießt den Ball Volley rechts und links an den Dummies vorbei auf das Tor. Der Torwart versucht die Bälle zu parieren. Eine sehr gute Übung, um die Reaktion und Handlungsschnelligkeit eines Torhüters zu verbessern. Der Torwart sieht den straff angeschlagenen Ball sehr spät und weiß zudem nicht, in welche Ecke der Ball geschossen wird.

Vorbereitung gegen Dortmund

Für die Aufstellung am Samstag im Top-Spiel gegen die Bayern kann Trainer Klopp fast aus dem Vollen schöpfen – außer dem verletzten Subotic steht Schmelzer auf der
Kippe. Falls er nicht rechtzeitig fit wird, könnte Löwe seine Position einnehmen.

7. November 2011

Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg, Trainingsreport


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Bender verletzt, Weidenfeller, Piszczek und Kehl erfüllen Autogrammwünsche

Vor ca. 700 Zuschauern betrat die Mannschaft gut gelaunt aber ohne den verletzten Sven Bender den Trainingplatz. Nach zwei lockeren Laufrunden schnappten sich die Spieler die Bälle und spielten sie sich mal stehend mal laufend die Bälle zu. Weidenfellers Trainingseinheit bestand nur aus der Tätigkeit: Autogrammen schreiben. Kehl und Piszczek liefen nur ein paar Runden und begaben sich dann auch zu den Autogrammjägern. Nach 25 min. begaben sich die in der Champions-League eingesetzten Spieler auch zu den Fans und verabschiedeten sich in Richtung Kabine. Die Ersatzspieler mussten derweilen auf dem Platz ausharren und absolvierten eine kurze Torschusseinheit.

Übung 1: Doppelpass mit Torabschluss

Eine einfache Übung, die das Zusammenspiel und den unmittelbaren Torabschluss zum Ziel hat. Im Prinzip gibt es 2 Aktionsfelder. Spieler A, der sich im äußeren Halbraum befindet, spielt einen scharfen Flachpass nach innen auf Spieler B, der sich unmittelbar am 11-Meter-Punkt aufhält. Dieser lässt kurz auf den nachrückenden Spieler C prallen. Spieler C kommt schnell und direkt zu Abschluss und versucht den Ball platziert im Tor unterzubringen. Je genauer die Ablage durch Spieler B erfolgt, desto besser kann Spieler C das Tor anvisieren und platziert zum Abschluss kommen.


Flankenübung mit Torabschluss

Danach ist die gesamte Spielsituation noch nicht abgeschlossen. Schon während des Torschusses durch den Spieler B wird eine Aktion über den Außenraum aufgebrochen. Spieler B bietet sich diesmal zum Doppelpass über die Außen an und spielt den Ball in den Lauf des Rechtsaußen, der daraufhin eine präzise Flanke auf die Höhe des 5-Meter-Raumes spielt. Sowohl Spieler B als auch Spieler Spieler C orientieren sich neu und werden zu Stürmern. Angedacht ist hier ein Kreuzen von Spieler A und B, um mögliche Abwehrspieler im Spiel zu verwirren. Aufgrund der kurzen Lauf- und Ballwege und dem erhöhten Zeitdruck sind die Spieler zu einer hohen Konzentration verpflichtet.

Erhöhter Schwierigkeitsgrad durch unterschiedliche Passvariationen

Durch mehrere Faktoren kann der Schwierigkeitsgrad erhöht werden. So kann beispielsweise Spieler A die erste Aktion mit einem „schwierigen“ Ball beginnen, der das Ablegen für Spieler B erschwert. Ein Mittel könnte zum Beispiel ein hoch angeschlagener Ball sein. Genauso gut wären ein Effetball oder ein überdurchschnittlich scharf gespielter Ball möglich. Auch Spieler B kann durch ein variantenreiches Ablegen den Torschuss für den nachrückenden Spieler erschweren. Eine Möglichkeit wäre das kurze „Anlupfen“ des Balles, so dass der abschließende Spieler gezwungen ist, den Ball aus der Luft Volley zu nehmen oder ihn per Dropkick auf das Tor zu befördern.

Auch bei der zweiten Aktion könnte der Schwierigkeitsgrad durch unterschiedliche Passspielvarianten erhöht werden. So ist es möglich, dass Spieler B den Ball nicht in den Lauf von Spieler A spielt, sondern ihn zu kurz passt oder ihn gar in den Rücken befördert, so dass Spieler A gezwungen ist, das Tempo raus zu nehmen oder seinen Laufweg zu ändern. Am Wirksamsten ist es immer, wenn man jedem Ablauf anders gestaltet. Auch die Flanken von A sollten zwischen den Durchgängen variieren. So ist es beispielsweise trainingswirksam, die Flanke bewusst „schlecht“ anzuschlagen: als Aufsetzerball oder mit Effet vom Tor weg. So kann sich der Stürmer nicht auf die Flanke einstellen, sondern muss variabel bleiben, um schnell reagieren zu können.

Übung 2: Flanke aus dem Halbraum mit Torabschluss

Der zweite Teil an diesem Tag wurde durch eine einfache Übung ausgefüllt. Spieler A flankt einen Ball nach kurzem Anspielen auf Spieler B, der den direkten Abschluss sucht. Dabei wurde die Aufgabenstellung immer wieder verändert. So sollten die Bälle von der Außenposition beispielsweise so gespielt werden, dass der Spieler in der Mitte (Spieler B) per Seitfallzieher die Aktion zum Abschluss bringen muss. Denkbar wären auch ein Zwischenstoppen per Brust oder Oberschenkel, bevor man den Ball direkt abnimmt und auf das Tor schießt. Eine Differenzierung könnte durch einen Wechsel im Schussbein vorgenommen werden. Aus dieser Perspektive wäre es um einiges schwerer, die Flanke mit dem linken Fuß abzunehmen. So wäre eine Flanke möglich, die über den Kopf gespielt wird – eigentlich zu weit –, bei der sich der Stürmer in seiner Position drehen müsste. Das setzt ein hohes Maß an Bewegungskoodination voraus. Zudem würde der Winkel zum Tor um ein Vielfaches spitzer werden – die Chance auf einen Torerfolg daher umso kleiner.


12. September 2011

Komplexübung mit Abschlusshandlungen


(4 Bewertungen, Durchschnitt: 2,75 von 5)
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Außer den verletzen Spielern und den Nationalspielern absolvierte der Großteil der Mannschaft eine Komplexübung, die mehrere Stationen beinhaltete. Im Fokus standen Torschüsse. Trainingsmethodischer Schwerpunkt war die Handlungsschnelligkeit vor dem Tor. An der Strafraumgrenze postierte sich ein Stürmer, der kurz nacheinander Bälle von beiden Seiten im Tor verwerten musste. Wobei die eine Außenbahn von nur einem Spieler besetzt und die andere Seite durch mehrere Spieler belaufen wurde. Letztere spielten sich in kurzen Passfolgen den Ball zu, immer den Stürmer im Blick. Nach dem dieser die erste Flanke abgenommen hatte, spielt einer in der Gruppe befindlicher Spieler einen zweiten Ball auf Selbigen. Für den Stürmer gilt es, schnell zu reagieren. Der größte Fehler, den Spieler in dieser Situation machen, ist abzuschalten. Eine Handlung ist abgeschlossen und „hallt“ im Kopf noch zu lange nach. So gelingt es dem Spieler nicht, adäquat auf eine neue Spielsituation zu reagieren. Besonders ein Stürmer muss immer mit neuen Situationen und letztendlich auch Torchancen rechnen.


Natürlich kann der Schwierigkeitsgrad dieser Übung entsprechend erhöht werden. So ist es beispielsweise möglich, dass die Außenspieler, die „Pause“ zwischen den zwei Flankenbällen kürzer gestalten. Die Folge: Der Stürmer ist gezwungen, noch schneller zu reagieren. Eine andere Möglichkeit wäre, die Flanken mit Absicht ungenau zu schlagen oder den Verlauf des Balles zu erschweren. Technische Mittel sind zum Beispiel ein Effetball oder eine Flanke, die kurz vor dem Stürmer noch mal aufsetzt. Um die die Prämisse „variantenreich“ zu fördern, könnten beide Flanken aus dem Außenraum unterschiedlich getreten werden und gewissermaßen ein „Kontrast“ darstellen. Beispiel: Von links scharfer Flachpass der noch einmal aufsetzt und im Anschluss eine „Bananenflanke“ von der anderen Seite. Die Gesamtübung läuft im Kreis ab. Die 4er Gruppe im Außenraum schlägt sowohl die Flanke auf den Stürmer als auch einen langen Linienpass auf den Außenstürmer, der diesen Pass schnell verwertet und sofort in eine Flanke umwandelt. Auch hier könnte durch Änderung der Aufgabenstellung der Zeitdruck für die handelnden Spieler erhöht werden.

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1. September 2011

Standardübungen und spezielles Koordinationsprogramm


(3 Bewertungen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
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Freistöße und Eckstöße

Im zweiten Teil des heutigen Trainings trainierten die Dortmunder Profis Standardsituationen. Eckstöße standen als erstes auf dem Programm. Dabei wurden unterschiedliche Variationen durchgespielt. Eine Unterscheidung lag in der Wahl des auszuführenden Beines. Zuerst war es die Aufgabe, vom Tor weg zu flanken. Das erfordert von den im Strafraum positionierten Spielern ein besonderes Anpassungsverhalten. So hat der Torwart insbesondere darauf zu achten, dass er die getretenen Ecken richtig einschätzt. Bei Bällen, die vom Tor weg geschlagen werden, läuft der Torwart Gefahr, den Ball zu unterlaufen. Durch besondere Windverhältnisse oder einen bestimmten Effet kann es sein, dass die Flugbahn des Balles unberechenbar werden kann. Auch die Spieler, sowohl die Abwehrspieler als auch die Stürmer, sind gezwungen, sich auf diese spezielle Eckenvariation einzustellen. Normalerweise landet ein vom Tor weg getretener Eckball im hinteren Strafraum in der Nähe des langen Pfostens. Meist schließt ein Ziel führender Kopfball diese Standardaktion ab. Der Vorteil für den Stürmer: Der Ball fliegt genau auf ihn zu und kann in seiner Geschwindigkeit eins zu eins auf das Tor geköpft werden.


Danach wurden die Eckbälle zum Tor hin geschlagen. Solche Varianten sind für einen Stürmer schwer zu „verarbeiten“ – im Gegenzug dafür aber für einen Torwart noch schwerer einzuschätzen. Oftmals entstehen sogar Situationen, bei denen der Ball ohne oder nur mit leichter Berührung direkt seinen Weg in das Tor findet. Häufig kommt hier das taktische Mittel einer Ballverlängerung zum Einsatz, die entweder durch einen nachrückenden Spieler verwertet oder direkt auf das Tor geleitet wird.
Eine andere Standardsituation wurde durch Freistöße hergestellt, die aus dem Halbraum, mal vom Tor weg, mal zum Tor hin, geflankt wurden. Auch hier entstehen ähnliche Situationen wie bei den zuvor erwähnten Eckbällen. Allerdings erhalten aufgrund der Torentfernung und der spezifischen Ballkonstellation sowie der daraus entstehenden Gefahrensituation die Bälle den Vorzug, die zum Tor hin geschlagen werden.

Koordinationsprogramm Patrick Owomoyela

Patrick Owomoyela absolvierte einen separaten Laufparcours, bei der die Beweglichkeit und Koordination im Vordergrund standen. An der Stadion 1 absolvierte der Spieler einen einfachen Slalomlauf ohne Ball. Das Ziel bestand darin, die Stangen möglichst geschmeidig, schnell und ohne Berührung zu durchlaufen. Anspruchsvoller könnte man diesen Abschnitt gestalten, indem man den Stangen-Parcours auch rückwärts durchläuft. Die Station zwei beinhaltet kurze, schnelle Schritte über die horizontalen Stangen, die in einem Abstand zwischen 40 und 50 cm positioniert sind. Hier bieten sich sowohl seitliche als auch gerade Schritte in die Laufrichtung an. Schwerer wird diese Koordinationsübung, wenn man die Schritte an spezielle Vorgaben oder Folgen anpasst. So ist es denkbar, zwei Schritte nach vorne einem Schritt nach hinten folgen zu lassen oder auch mal zwei Stangen mit einem Schritt zu passieren.


Die dritte Station im Koordinationsprogramm von Owomoyela gestaltete sich ähnlich – nur das hier die Füße innerhalb der einzelnen Schrittfolgen weniger angehoben werden müssen. Auch hier können die Schrittfolgen kreativ ablaufen. Der Koordinations-Parcours fand seinen Abschluss in einem einfachen Schlusssprung über ein Hürden-Hinderniss. Der Parcours besteht aus einer Reihe von Stationen, die jede für sich unterschiedliche Trainingsziele zum Gegenstand haben, in ihrer Gesamtheit aber eine komplexe Übung darstellen, welche die koordinativen und bewegungsnahen Abläufe in einem Fußballspiel simulieren. Die Anforderungen an Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit im modernen Fußball werden immer größer – so dass gerade solche Übungen verstärkt im Trainingsalltag Platz finden sollten.

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24. August 2011

Flankenspiel mit Torabschluss


(5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,80 von 5)
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Im ersten Teil begaben sich die Dortmunder Profis in die sichere Regie ihres Fitnesstrainers. Der sorgte dafür, dass diese ihre Körper für den Hauptteil des Trainings auf die notwendige Körpertemperatur brachten. Diverse Aufwärmübungen und ein paar „Kraftspitzen“ wie die klassischen Liegestütze bildeten das Korsett des kollektiven Aufwärmens.

Der Schwerpunkt des Hauptteils wurde durch eine komplexe Übung gebildet, die den langen Pass zum Gegenstand hatte und das Flanken sowie den Torabschluss miteinander vereinte.

Komplexes Flankenspiel

In einem abgesteckten Feld nahe der Mittellinie spielen sich vier Spieler einen Ball direkt zu – so lange bis Jürgen Klopp das Signal gibt. Daraufhin wird der Pass mit weitem Schlag auf einen Außenspieler gepasst. Der diesen schnell unter Kontrolle bringt und punktgenau auf die nachrückenden Spieler A und C flankt. Die Abwehrspieler sorgen dafür, dass die Strafraumaktionen spielnah stattfinden. Für die Spieler A und C gilt es nach einem langen Tempolauf darum, das notwendige Timing zu zeigen und die Flanke des Außenspielers genau zu belaufen. Da für es die Abwehrspieler absehbar ist, mit wem sie es im Strafraum zu tun haben, müssen die Stürmer noch mehr Kreativität als im Spiel an den Tag legen. Ein wirksames Mittel, um die Abwehrspieler in der entscheidenden Phase zu irritieren, ist das Kreuzen. Allerdings sollte das nicht nach einem vorgegebenen Muster ablaufen, sondern ständig variieren.


Mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad

Diese Übung könnte an mehreren Punkten erschwert werden. Eine Möglichkeit wäre, den Spielern in dem abgesteckten Ausgangsfeld Abwehrspieler gegenüber zu stellen, die sowohl das Passspiel stören, als auch den öffnenden Pass versuchen, zu verhindern. Zudem könnte man sich eine kognitive Implikation vorstellen. Diese wird dadurch erreicht, dass jedem Spieler eine Nummer zugeteilt wird, die er sich und auch die anderen Spieler merken muss. Jürgen Klopp gibt im Anschluss das Signal, indem er eine beliebige Zahl ausruft. Falls derjenige Spieler nicht den Ball hat, müssen die anderen Spieler reagieren und diesem dem Ball auf dem schnellsten Wege zuzuspielen. Noch schwieriger wird es, wenn sich die Spieler nach dem Ausrufen des Trainers an die Reihenfolge der Zahlen (1, 2,3, 4) halten müssen und erst die Reihe „abspielen“ müssen, ehe die Zahl X erreicht ist – erst dann kann der lange Pass gespielt werden. Auch der Außenspieler könnte man durch einen direkten Gegenspieler in einer Drucksituation versetzen.

Der methodische Schwerpunkt dieser Trainingsübung liegt in dem schnellen Wechsel zwischen Kurzpass- und Langpassspiel. Im Wettkampfspiel geht es darum, Situationen dann aufzulösen, wenn die Räume zu eng werden. Der öffnende Pass hilft das Spiel zu verlagern und für einen Überraschungseffekt beim Gegner zu sorgen.

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23. August 2011

BVB-Trainingsformen, 11.08.11


(5 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
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Nach einer großen Runde Einlaufen, fanden sich die Spieler bei Fitnesstrainer Bartlett ein. Dieser praktizierte mit dem Kern der Dortmunder Mannschaft diverse Aufwärmübungen. Im Mittelpunkt der kurzen Trainingseinheit standen ein Linienspiel und eine spezielle Torschussübung. Die Torhüter absolvierten ein separates Training bei Torwarttrainer „Teddy“ de Beer.

Linienspiel

Diese Übung symbolisiert im besonderen Maße die Spielphilosophie von Jürgen Klopp – „alles spielerisch lösen“ Auch auf engstem Raum sucht man den Mitspieler und versucht durch schnelles Kurzpassspiel die knifflige Situation zu lösen. Schafft man diese „Ballungsgebiete“ aufzulösen, ergeben sich im Spiel meistens dann Überzahlsituationen, die der BVB im Moment bestens zu nutzen weiß.


Am Donnerstag wurden dafür zwei gleichgroße Quadrate aufgebaut, ca. 5×5 Meter.
In jedem Quadrat spielten zwei Mannschaften gegeneinander. Ziel war es, den Ball so lange wie möglich zu behaupten. Um Drucksituationen am besten mit Doppelpass aufzulösen, stand beiden Teams jeweils ein Zuspieler zur Verfügung, der sich nur entlang der Außenlinien des Quadrates bewegen und anbieten konnte. Während in einem Feld zwei gegen zwei (plus jeweils einem äußeren Zuspieler) spielten, traten in dem anderen Feld drei gegen drei Innenspieler an (plus jeweils ein Zuspieler).

Das Spielfeld ist entsprechend klein gewählt, um Drucksituationen zu erzeugen, aus denen sich die Innenspieler spielerisch befreien müssen. Eine große Verantwortung kommt hier auf die Außenspieler zu, die als Anspielstationen fungieren. Je besser diese die Situationen erkennen und sich entsprechend anbieten, umso größer ist die Chance für die zentralen Spieler, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Für die gegnerische Mannschaft heißt es, die Räume geschickt zu verengen und gleichzeitig den Außenspieler effektiv zu blocken. Auch hier geht es darum, schnell und möglichst direkt zu spielen. Obwohl es auch dabei mitunter sinnvoll sein kann, den Ball auch mal zu verzögern, um den Gegenspieler ins „Leere“ laufen zu lassen. Diese Spielform kann beliebig auf mehrere Spieler und ein größeres Spielfeld ausgeweitet werden. Zudem könnte man auch die Anzahl der Außenspieler und Ballkontakte variieren. Genauso könnten Innenspieler durch Zielobjekte wie Tore oder Hütchen gezwungen werden, bestimmte Zonen im abgesteckten Quadrat stärker zu frequentieren und diese in ihr Zusammenspiel aktiv mit einzubeziehen.

Torschussübung „Volleyabnahme“

Diese Torschussübung hatte es in sich. Jürgen Klopp scheint nichts den Zufall zu überlassen. Was andere Trainer eher als „Fügung des Schicksals“ einstufen, lässt der Dortmunder Trainer explizit trainieren. Weite Flanken aus dem Außenraum nehmen Spieler zentral vor dem Tor in Höhe der Strafraumgrenze „Volley“ und versuchen den Ball per Direktabnahme ins Tor zu befördern. Natürlich fällt die Trefferquote bei solch schwierigen Torschüssen entsprechend niedrig aus. Doch was man nicht trainiert, kann auch im Spiel nicht klappen. Mut zum Risiko lautet die Devise. Das Wichtigste für den zentralen Spieler ist es, die Flanke aus dem Außenraum richtig einzuschätzen. Oft ist die Flugbahn nicht geradlinig oder wird von anderen Spielern auch noch abgefälscht. Neben einer gewissen Körperspannung kommt es in erster Linie darauf an, wie gut der Spieler den Ball trifft. Eine zweite Voraussetzung für eine gute Direktabnahme ist die Lage der Körperachse während der Volleyabnahme. Ist die Rücklage zu groß, läuft man Gefahr, dass der Torschuss weit über das Tor geht.


Der BVB trainierte diese spezielle Form der Abschlusshandlung am Donnerstag unheimlich variantenreich. So waren die Außenspieler angehalten, die Flanken unterschiedlich auszuführen: Mal zum Tor hin, dann mit Effet vom Tor weg oder per Vollspannstoß auf einer geradlinigen Flugbahn. Gegen Ende wurden sogar Abwehspieler aufgestellt, welche die Flugbahn durch Berührungen veränderten und so dem Stürmer die Direktabnahme wesentlich erschwerten.

Trainieren wie die Profis: