30. Januar 2012

Freistoß mit indirektem Abschluss


(12 Bewertungen, Durchschnitt: 2,00 von 5)
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Situation:

Diese Freistoß-Variante bietet sich vor allem bei klaren Spielständen an. Warum? Weil durch die komplexe Ausführung das Risiko eines Misserfolges zu groß ist. Im Gegenteil: Durch die genau auf einander abgestimmten Passfolgen kann die ausführende Mannschaft sogar eine Konteraktion des Gegners provozieren, auf die man bei einem Freistoß am gegnerischen Tor oftmals nur ungenügend vorbereitet ist.

Freistoss mit Ueberlaufen

Ablauf:

Im Prinzip nehmen an der eigentlichen Spielsituation drei Akteure teil: Spieler A, Spieler C und Spieler D. Während Spieler A, B und C ein Dreieck bilden und einen einfachen Freistoß simulieren, postiert sich D am oder um den Strafraum der gegnerischen Mannschaft. Spieler D muss so wenig wie möglich Aufmerksamkeit erzeugen und das Gefühl beim Gegner erwecken, am folgenden Freistoß in keinster Weise beteiligt zu sein. Er wird am Ende der Spieler sein, der den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbringen soll.

Spieler A passt auf kurze Distanz zu Spieler B, der den Ball stoppt. Mit der Auftaktaktion startet Spieler C und täuscht einen Direktschuss an. Der Kulminationspunkt liegt in Moment, indem Spieler C den Ball nicht direkt abnimmt, sondern über den Ball läuft und an der Mauer vorbei zieht. Wenn sich Spieler C ungefähr auf der Höhe der Mauer befindet, muss Spieler A den von Spieler B gestoppten Ball per Flachpass in den Lauf von C befördern. Dieser nimmt den Ball bis zur Grundlinie mit und spielt dann aus der Drehung einen Rückpass auf D, der plötzlich aus dem Hintergrund auftaucht und sich direkt in den torgefährlichen Raum (5-Meter-Raum) bewegt und versucht, den von C gespielten Ball direkt im Tor unterzubringen.

Was ist wichtig?

Schon auf der Vorbereitung dieser Freistoß-Aktion sollte gesteigertes Augenmerk gelegt werden. Wie postiert sich die Mauer, wie weit und in welchem Winkel sind wir mit dem Ausgangsball vom Tor entfernt? Unter Umständen macht es gar keinen Sinn, diese Freistoßvariante zur Ausführung zu bringen, da die Ausgangsbedingungen es nicht hergeben. So kann es zum Beispiel sein, dass zusätzliche Spieler durch den Gegner neben der Mauer aufgereiht werden und den möglichen Laufweg von C zustellen.

Auch die Entfernung oder der Winkel zum Tor kann diese Freistoß-Form verwerfen. Wenn der Ball nicht weit genug vom Tor, also direkt am Strafraum oder sogar im Strafraum sich befindet, entfernt ist, ist der notwendige Laufweg für C nicht mehr gegeben. Wichtig ist, dass die ausführende Mannschaft, die Freistoß-Variante gut vorbereitet und den Gegner in der Annahme lässt, dass eine direkte Freistoßabnahme erfolgt.

Ein Erfolgskriterium ist der stimmige Handlungsablauf, bei dem sich die Spieler aneinander orientieren und als Einheit funktionieren. Kommt ein Glied in der Kette ins Stocken, ist die Freistoß-Variante kaum noch zum Erfolg zu führen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Spieler C eine gewisse Grundschnelligkeit mitbringt und in der Lage ist, schnell an der Mauer vorbeizuziehen. Zudem muss Spieler C darauf achten, trotz einer hohen Endgeschwindigkeit aus der Drehung einen Rückpass zu spielen, der von D ohne Probleme verwertet werden kann. Große Verantwortung kommt auch hier auf den passgebenden Spieler zu – der muss in der Lage sein, einen sowohl präzisen, als auch gut temperierten Ball auf C zu spielen, so dass der keinerlei Probleme hat, diesen weiter zu verarbeiten.

Auch Spieler D ist gefragt. Er muss sich im richtigen Moment (weder zur früh, noch zu spät) an die entscheidende Stelle im Strafraum bewegen und den Ball ins Tor schießen. Anzuraten ist, dass Spieler D aus kurzer Tordistanz die Innenseite zum Torabschluss nutzt, um eine gewisse Ballkontrolle zu ermöglichen.

Alternative Variante:

Es wäre möglich, noch eine dritte Teilhandlung einfließen lassen. Nachdem Spieler C über den Ball gelaufen ist und der Gegner vermutet, dass dieser jetzt auf Höhe des Strafraums durch A angespielt wird, wählt B die andere Mauer-Seite als Option und spielt D in den Lauf, der den direkten Abschluss sucht.

Indirekter Freistoß mit Durchlass


(7 Bewertungen, Durchschnitt: 3,14 von 5)
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Spielsituation:

Eine sehr einfache, bei ihrer exakten Ausführung, aber eine äußerst effektive Freistoß-Variante. Grundsätzlich kann dieser Freistoß zu jedem Zeitpunkt eines Spiels ausgeführt werden. Von Vorteil sind spielentscheidende Spielsituationen, in denen ein entscheidender Vorteil im Sinne eines Punktgewinns oder Spielerfolgs erzielt werden kann.

Freistoss-Training

Ablauf:

Spieler A und Spieler B positionieren sich augenscheinlich zusammen mit Spieler C als auszuführende Akteure vor der Mauer beziehungswiese dem Abwehrblock der gegnerischen Mannschaft. Die abwehrende Mannschaft ist der Annahme, dass A und B sich kurz den Ball zuspielen, dieser durch B gestoppt wird und von C direkt über der Mauer oder an der Mauer vorbei auf das Tor geschossen wird. Der am Ende abschließende Spieler D hält sich unauffällig versetzt im Hintergrund. Kein Spieler von der gegnerischen Mannschaft darf erahnen, dass er Derjenige sein wird, der am Ende auf das Tor schießt.

Spieler A und B stellen sich gegenüber auf und täuschen ein kurzes Anspiel an. In der Regel spielt Spieler A mit einem Kurzpass Spieler B an – der den Ball kurz abstoppt und zum liegen bringt. Zu dem Zeitpunkt, wo der Ball durch A in Bewegung gebracht wird, startet Spieler C und täuscht einen direkten Torschuss an. Der Kulminationspunkt und damit die eigentliche Täuschung des Gegners, erfolgt, indem Spieler B den Ball nicht stoppt, sondern durch seine Beine laufen lässt. Spieler D, der etwas später als C aus dem Hintergrund startet, bekommt den Ball so direkt in den Lauf gespielt und hat aufgrund der ursprünglichen Stellung der gegnerischen Mauer freie Schussbahn auf das Tor.

Was ist wichtig?

Das Erfolgskriterium liegt bei der Version des Freistoßes vor allem in einem gut inszenierten Täuschungsmanöver. Durchschaut der Gegner im Vorfeld diese Freistoß-Variante, ist kaum noch mit einem erfolgreichen Torabschluss zu rechnen. Eine Ausnahme würde ein Spieler darstellen, der die veränderte Spielsituation erkennt und sich für eine andere Handlungslösung entscheidet.

Kleinigkeiten bei der Ausführung sind entscheidend, um diesen Freistoß zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Schon die Aufstellung aller an dem Freistoß beteiligten Akteure ist entscheidend. Minimale Fehlstellungen gefährden die erfolgreiche Abschlusshandlung. Orientierung findet man an der Entfernung und dem Winkel zum Tor sowie der Stellung und der Größe der gegnerischen Mauer. Schon das einfach wirkende Anspiel von A zu B ist sehr ernst zu nehmen. Der Ball muss durch den Spieler genau durch die Beine gespielt werden und die richtige Passschärfe besitzen, um am Ende zu Spieler D zu gelangen.

Spieler A eröffnet diese Freistoß-Variante. Alle am Freistoß beteiligten Akteure richten sich hinsichtlich des Zeitverlaufs daran aus. Spieler B lässt den Ball so passieren, dass zum einem vorab nicht ersichtlich wird, was er vorhat (Beine öffnen) und zum anderen, ohne den Ball zu berühren. Spieler C muss einen Schuss täuschend echt imitieren. Im richtigen Moment anlaufen und sich auf das Spielgerät konzentrieren. Erst unmittelbar vor B stoppt er ab und beendet seinen Anlauf. Für D ist das Timing von maßgeblicher Bedeutung. Er muss im richtigen Moment starten. Im Training sollte dieser Ablauf mehrmals geübt werden, damit vor allem Spieler D ein Gefühl für das richtige Timing entwickelt. Durch die freie Schussbahn zum Tor ist es angebracht, den Ball scharf mit Vollspann zu treten.

Alternative Variante:

Ein Alternative oder Abwandlung stellt die Sohlenablage von Spieler A in die entgegengesetzte Richtung dar. Hier steht dann ein vierter Mitspieler (E), der durchstartet und auf der anderen Seite der gegnerischen Mauer den Ball in Empfang nimmt und ihn direkt auf das Tor schießt.

Freistoß mit direktem Anspiel (2 Varianten)


(5 Bewertungen, Durchschnitt: 2,80 von 5)
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Spielsituation:

Auch diese Freistoß-Variante kann zu den einfacheren Ausführungen gezählt werden. Daher ist auch dieser Freistoß für eine sehr spielentscheidende Szene geeignet. Wobei besonders auf den Spieler, der das direkte Anspiel durchführt, eine große Verantwortung liegt, den Pass exakt auf den ausführenden Spieler zu spielen.

Freistoss mit direktem Abschluss

Ablauf:

Nur zwei Spieler sind für diese Freistoß-Variante notwendig. Allerdings sollte aus Gründen der Täuschung mehrere Spieler um den Ball und wenn möglich, in der Mauer der gegnerischen Mauer, postiert werden. Im Idealfall simuliert die angreifende Mannschaft eine andere Freistoß-Variante, führt dann aber “Plan B” durch. „Plan B“ beinhaltet das direkte Anspiel von Spieler A auf Akteur B, der den direkten Abschluss sucht. Es gibt zwei Möglichkeiten der Passform und damit der Ausführung des Freistoßes. In der ersten Variante spielt A den Ball an der Mauer vorbei – B befindet sich am äußeren Rand der gegnerischen Mauer und bekommt der Ball direkt in den Lauf gespielt, er startet und vollendet das Anspiel aus der Drehung mit einem direkten Torschuss.

Die Variante B erfordert vom ausführende Spieler ein hohes technisches Können, denn der Ball soll über die gegnerische Mauer auf den aus der Mauer startenden Akteur B gelupft werden. Der muss den Ball schnell verwerten und auf das Tor schießen. Von Vorteil ist eine Direktabnahme. Allerdings stellt auch die, hinsichtlich der Technik und der Koordination, hohe Anforderungen an den abschließenden Spieler, dessen Laufrichtung und Position zum Tor aus der Anbahnung heraus nicht ideal für einen einfachen Torschuss sind.

Was ist wichtig?

Wichtig ist, dass die gegnerische Mannschaft die Form des Freistoßes nicht durchschaut und vor allem Spieler B in ihrem Rücken gewähren lässt. Spieler B muss so unauffällig wie möglich, sich an oder in der Mauer aufstellen, um einen kurzen Weg zum Tor zu haben. Bei Variante A ist er gezwungen, der erste beziehungsweise letzte Spieler in der Mauer zu sein. Hier kann es vorkommen, dass die gegnerischen Abwehrspieler ihn daran schon beim Ausrichten der Mauer hindern.

Es bietet sich für Spieler B an, den Platz neben der Mauer erst kurz vor der eigentlichen Freistoß-Aktion einzunehmen, damit der Gegner nicht mehr reagieren kann. Eine weitere Aufgabe von B ist es, zum Zeitpunkt des Abspiels, den Ball gegenüber den reagierenden Abwehrspielern zu blocken beziehungsweise abzuschirmen. Die Idealbesetzung sind Spieler, die groß und körperlich gut aufgestellt sind, um die abwehrenden Spieler daran zu hindern, entscheidend einzugreifen.

Große Verantwortung liegt bei Spieler A, der den entscheidenden Pass auf B spielen soll. Er muss nicht nur präzise den Pass spielen, sondern ihn auch mit der richtigen Schärfe versehen. Im Notfall muss er sogar die Situation abbrechen können und eine andere Freistoß-Variante durchführen.

Variante B der Ausführung wird durch einen Ball ausgelöst, der von A über die Mauer auf B gelupft wird. Auch hier ist Spieler A gefragt. Zum einen muss für den Gegner bis zum letzten Moment nicht ersichtlich sein, was Spieler A vorhat. Im Idealfall täuscht er einen Direktschuss an und erst inmitten der Ausholbewegung ändert er das “Programm” stoppt die Ausholbewegung entscheidend ab und fährt unter den Ball, der danach mit der richtigen Geschwindigkeit und Genauigkeit über die Mauer gespielt wird.

Akteur B hat bei dieser Form unterschiedliche Möglichkeiten, sich in oder in der Nähe der Mauer aufzuhalten und ist im Gegensatz zu Variante A nicht an die Außenposition der Mauer gebunden.

Alternative Variante:

Spieler B befindet sich an einem beliebigen Platz in der Mauer und Spieler A spielt flach ohne erkennbares Ziel an der Mauer vorbei. Den Überraschungseffekt nutzt Spieler B, reagiert als Erster und nimmt den Ball auf, um ihn schnellstmöglich zu verwerten.

15. Dezember 2010

Freistoßvariante XII


(19 Bewertungen, Durchschnitt: 1,74 von 5)
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Organisation:
Bei einem Freistoß aus halblinker Position in 24 Meter Entfernung nimmt die ausführende Mannschaft folgende Positionen einen: Freistoßschütze links ist Spieler E und rechts G. Den Ball bei einem indirekten Freistoß legt Mittelfeldspieler F auf. Auf die linke Außenbahn begibt sich Außenverteidiger A und nach rechts D. Links neben die Mauer geht der Stürmer I. Rechts neben der Mauer positioniert sich Spieler J und einige Meter neben ihm Spieler H. Auf Höhe der Mittellinie stehen die Innenverteidiger B und C, platziert.

TW = Torwart
A = linker Außenverteidiger
B = linker Innenverteidiger
C = rechter Innenverteidiger
D = rechter Außenverteidiger
E = linker äußerer Mittelfeldspieler
F = halblinker Mittelfeldspieler
G = halbrechter Mittelfeldspieler
H = rechter äußerer Mittelfeldspieler
I = linker Stürmer
J = rechter Stürmer

Durchführung:
Spieler G sprintet über den Ball rechts an der Mauer vorbei. F sprintet über den Ball und links an der Mauer vorbei. E passt den Ball rechts neben der Mauer vorbei in den Laufweg von Spieler G, welcher aufs Tor schießt.

Die nachfolgende Grafik wurde erstellt mit easy2coach.

Diese Übung wurde erstellt von und mit easy2coach.