12. September 2011

Komplexübung mit Abschlusshandlungen

Außer den verletzen Spielern und den Nationalspielern absolvierte der Großteil der Mannschaft eine Komplexübung, die mehrere Stationen beinhaltete. Im Fokus standen Torschüsse. Trainingsmethodischer Schwerpunkt war die Handlungsschnelligkeit vor dem Tor. An der Strafraumgrenze postierte sich ein Stürmer, der kurz nacheinander Bälle von beiden Seiten im Tor verwerten musste. Wobei die eine Außenbahn von nur einem Spieler besetzt und die andere Seite durch mehrere Spieler belaufen wurde. Letztere spielten sich in kurzen Passfolgen den Ball zu, immer den Stürmer im Blick. Nach dem dieser die erste Flanke abgenommen hatte, spielt einer in der Gruppe befindlicher Spieler einen zweiten Ball auf Selbigen. Für den Stürmer gilt es, schnell zu reagieren. Der größte Fehler, den Spieler in dieser Situation machen, ist abzuschalten. Eine Handlung ist abgeschlossen und „hallt“ im Kopf noch zu lange nach. So gelingt es dem Spieler nicht, adäquat auf eine neue Spielsituation zu reagieren. Besonders ein Stürmer muss immer mit neuen Situationen und letztendlich auch Torchancen rechnen.


Natürlich kann der Schwierigkeitsgrad dieser Übung entsprechend erhöht werden. So ist es beispielsweise möglich, dass die Außenspieler, die „Pause“ zwischen den zwei Flankenbällen kürzer gestalten. Die Folge: Der Stürmer ist gezwungen, noch schneller zu reagieren. Eine andere Möglichkeit wäre, die Flanken mit Absicht ungenau zu schlagen oder den Verlauf des Balles zu erschweren. Technische Mittel sind zum Beispiel ein Effetball oder eine Flanke, die kurz vor dem Stürmer noch mal aufsetzt. Um die die Prämisse „variantenreich“ zu fördern, könnten beide Flanken aus dem Außenraum unterschiedlich getreten werden und gewissermaßen ein „Kontrast“ darstellen. Beispiel: Von links scharfer Flachpass der noch einmal aufsetzt und im Anschluss eine „Bananenflanke“ von der anderen Seite. Die Gesamtübung läuft im Kreis ab. Die 4er Gruppe im Außenraum schlägt sowohl die Flanke auf den Stürmer als auch einen langen Linienpass auf den Außenstürmer, der diesen Pass schnell verwertet und sofort in eine Flanke umwandelt. Auch hier könnte durch Änderung der Aufgabenstellung der Zeitdruck für die handelnden Spieler erhöht werden.

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